Marktgemeinde Lackenbach macht Menschenwürde messbar
Sozialprojekt
Als eine von 23 österreichischen Kommunen wirkt die Marktgemeinde Lackenbach beim bundesweiten Projekt „Menschenwürde sichtbar machen“ mit. Ziel ist es, soziale Initiativen nicht nur umzusetzen, sondern ihren Beitrag für die Gemeinschaft künftig auch nachvollziehbar zu erfassen.
Symbolbild
© Shutterstock/Yuganov Konstantin
Zugrunde liegt die Frage, wie sich das soziale Miteinander in einer Gemeinde messen lässt. Im Auswahlprozess überzeugte Lackenbach bereits durch sein Engagement und Innovationspotenzial. Nun arbeitet die Gemeinde in Kooperation mit Expertinnen und Experten der „Gemeinwohl-Ökonomie Vorarlberg“ daran, den Wert der Menschenwürde als Kern des gemeinschaftlichen Zusammenhalts greifbar zu machen.
Im Fokus des Projekts stehen drei zentrale Säulen des dörflichen Lebens, die intensiv analysiert werden: die Inklusion von Menschen mit psychischen Problemen, das Leitbild 2033 im Rahmen der Dorferneuerung sowie das Programm „Nachbarschaftshilfe Plus“.
Bisher konnte aufgrund ausführlicher Interviews mit Projektverantwortlichen und Betroffenen eine Bestandsaufnahme durchgeführt werden. Diese Gespräche dienen als Basis für die Entwicklung maßgeschneiderter „Erfolgsindikatoren“, mit denen der wertvolle Beitrag dieser Projekte für das Gemeinwohl künftig messbar belegt werden kann.
Für Bürgermeister Christian Weninger liegt ein ausschlaggebender Faktor in der Vernetzung: „Einer der Riesenvorteile eines so breit angelegten Projektes ist der Erfahrungs- und Wissensaustausch zwischen den unterschiedlichsten teilnehmenden Gemeinden“, so Weninger. Es gehe darum, auf vorhandene Ressourcen zurückzugreifen und bestehende Bemühungen voranzutreiben.
Gleichzeitig soll das Projekt die Arbeit der vielen Freiwilligen würdigen. Ob durch Inklusion im Alltag oder aktives Engagement in der Bürgerversammlung, das soziale Gefüge lebt vom Vorleben dieser Werte. „Helfer und Unterstützer sichtbar zu machen ist wichtig. Schulterklopfen verträgt jeder, man bekommt es nur viel zu selten zu spüren“, betont der Bürgermeister.
Derzeit befindet sich das Vorhaben in der Entwicklungsphase. Allerdings freut sich die Marktgemeinde darauf, die Ergebnisse im ersten Halbjahr 2026 zu präsentieren. Durch die aktive Beteiligung an Bürgerversammlungen, Freiwilligentätigkeit und Vorleben von Inklusion partizipiert die Dorfgemeinschaft bereits jetzt aktiv. Insgesamt könnten damit neue Standards für menschliche Gemeindeentwicklung gesetzt werden.