Mehr Verkehrsicherheit auf S31: Mitteltrennung bald bis Oberpullendorf
Spatenstich
Frontalkollisionen auf der S31 sollen endgültig der Vergangenheit angehören. Bis 2028 wird nun auch der 8,3 Kilometer lange Abschnitt von Weppersdorf/Markt St. Martin bis Oberpullendorf verbreitert und mit einer baulichen Mitteltrennung versehen. 72 Millionen Euro werden investiert. Im Zuge des Sicherheitsausbaus wird der Straßenabschnitt inklusive Zubringer auch saniert.
ASFINAG-Geschäftsführer Andreas Fromm, ASFINAG-Vorstand Hartwig Hufnagl, Verkehrslandesrat Heinrich Dorner und ASFINAG-Geschäftsführer Alexander Walcher nahmen den Spatenstich für die zweite Ausbaustufe des Sicherheitsausbaus vor.
© Michaela Grabner
Mit gold glänzenden Spaten setzten unweit der S31-Abfahrt Neutal Verkehrslandesrat Heinrich Dorner, ASFINAG-Vorstand Hartwig Hufnagl sowie die ASFINAG-Geschäftsführer Andreas Fromm und Alexander Walcher vor Mitarbeitern des Projektteams, Vertretern des Landes und der beteiligten Firmen und einigen Gemeindevertretern aus Anrainergemeinden den Spatenstich für den weiteren Sicherheitsausbau auf der S31.
Dieser umfasst die Errichtung einer baulichen Mitteltrennung und die Fahrbahnsanierung im Bereich zwischen Weppersdorf/Markt St. Martin und Oberpullendorf Süd. Zudem werden sechs bestehende Brücken verbreitert, eine Brücke wird abgerissen und komplett neu gebaut, weitere 20 Brücken (davon drei Grünbrücken für Wildtiere) werden saniert.
Begonnen wird mit der Verbreiterung der Richtungsfahrbahn Oberpullendorf. Der Verkehr wird in dieser Zeit auf der anderen Richtungsfahrbahn mit jeweils einer Fahrspur Richtung Nord bzw. Richtung Süd geführt. „Es gibt während der Bauphase keine Einschränkungen außer dass die Geschwindigkeit reduziert und die Fahrbahnbreite geringer wird“, heißt es seitens der ASFINAG.
Zu Sperren kommt es nur im Zuge der Sanierungsarbeiten auf den beiden Zubringern Oberpullendorf bzw. Stoob. Die Arbeiten für die Sanierung der Fahrbahnen starten im Sommer 2026. Im Zuge dessen wird zunächst der Zubringer Oberpullendorf über die Sommermonate gesperrt, im Sommer 2027 kommt es dann ebenfalls zum Zweck der Sanierung zu einer vorübergehenden Sperre des Zubringers Stoob. Die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist für Mai 2028 geplant.
Danach wird es zwischen der Auffahrt Stoob Süd und Neutal in Richtung Norden nur mehr eine Fahrspur geben, da die in dem Bereich nicht zuletzt aufgrund bereits bestehender Brücken nur eine begrenzte Verbreiterung der Straße ohne erhebliche Zusatzkosten in Millionenhöhe möglich ist. In Richtung Süden werden bis zur Abfahrt Oberpullendorf Nord die beiden Fahrspuren erhalten bleiben.
„Bereits die erste Phase des Sicherheitsausbaus zwischen Mattersburg und Weppersdorf/Markt St. Martin mit der Errichtung einer baulichen Mitteltrennung hat diese Strecke um ein Vielfaches sicherer gemacht und menschliches Leid deutlich reduziert. Frontalkollisionen mit tödlichen Folgen gehören seitdem der Vergangenheit an. Nun wird auch auf dem südlichen Abschnitt mit der Errichtung einer Mitteltrennung und zusätzlichen Modernisierungsmaßnahmen die Sicherheit stark erhöht“, freute sich Landesrat Heinrich Dorner beim Spatenstich. Und auch ASFINAG-Vorstand Hartwig Hufnagl betonte: „Der Sicherheitsausbau der S 31 ist für uns ein zentrales Anliegen, immerhin geht es hier um Menschenleben. Die bauliche Mitteltrennung wird das Risiko von Frontalzusammenstößen erheblich reduzieren und somit einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten.“
Bei der Errichtung soll außerdem auch dem Aspekt der Nachhaltigkeit Platz eingeräumt werden. „Wir versuchen, die Materialien, die wir ausbrechen, wieder zu rezyklieren“, so Hufnagl. Die Recyclingquote für Asphalt, Beton und Stahlleitschienen liegt bei rund 75 Prozent.
... die S31 nach dem Sicherheitsausbau einen Querschnitt von 20,70 Metern aufweisen wird?
.... eine Baustelle auf der S31 schon früher als geplant der Vergangenheit angehören wird? Laut ASFINAG werden die Brücken bei den Talübergängen in Sieggraben bereits im Mai fertiggestellt. Ursprünglich war die Fertigstellung für Ende 2026 geplant.
... heuer ein Schnellstraßen-Jubiläumsjahr ist? Wie ASFINAG-Vorstand Hartwig Hufnagl beim Spatenstich scherzte, ist 1976 nicht nur deshalb ein bedeutendes Jahr, weil er heuer seinen 50 Geburtstag feiert, sondern auch weil damals die erste Schnellstraße im Burgenland das Licht der Welt erblickt hat. Der Abschnitt Eisenstadt Süd bis Knoten Eisenstadt war der erste einer Schnellstraße mit entsprechendem Ausbaustandard.
... rund 7.000 bis 10.000 Fahrzeuge pro Tag im Straßenabschnitt zwischen Weppersdorf/Markt St. Martin und Oberpullendorf unterwegs sind, der nun sicherer gemacht wird?
„Die S31 war und ist eine Lebensader. Aufgrund der entstandenen Infrastruktur hat sich das Burgenland von Nord- bis Mittelburgenland unglaublich weiterentwickeln können. Man erkennt das an Betriebsansiedelungen und man erkennt das an Rückmeldungen aus der Bevölkerung. Für Menschen, die davor nach Wien gependelt sind, war es unglaublich mühsam zu ihren Arbeitsplätzen zu kommen. Und es ist dadurch auch eine Entlastung der Gemeinden entstanden.“ Verkehrslandesrat Heinrich Dorner (SPÖ-Bezirksparteivorsitzender)
„Eine sichere und leistungsfähige Infrastruktur ist für den ländlichen Raum von zentraler Bedeutung. Die S31 ist eine entscheidende Verkehrsader für unseren Bezirk. Daher begrüßt die ÖVP-Mittelburgenland den Ausbau der S31 als wichtigen Schritt für mehr Verkehrssicherheit der Menschen.“ÖVP-Bezirksparteiobmann Niki Berlakovich
„Die S 31 wird zu einer modernen, sicheren und verlässlichen Verkehrsader für das Burgenland. Wir investieren rund 72 Millionen Euro und garantieren eine möglichst rasche Umsetzung dieses Projektes. Wir greifen da in die Tasche, denn der Sicherheitsausbau ist ganz wichtig für die Pendlerinnen und Pendler und auch für die regionale Wirtschaft, für die Entwicklung und den Tourismus sehr bedeutend. “ ASFINAG-Vorstand Hartwig Hufnagl