1. Klasse Süd: Minihof-Liebau schockte Aufstiegskandidat
Spielberichte
Das Schlusslicht gewann nach einer fokussierten Leistung gegen Schlaining mit 2:0. Die zweite Überraschung passierte in Oberwart: Zuberbach entführte drei Punkte aus dem Informstadion.
Thiago ging mit St. Martin in Bad Tatzmannsdorf unter - ernüchterndes Resultat aus ASV-Sicht: 1:5.
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Minihof-Liebau – Schlaining 2:0.Für die Überraschung der 17. Runde in der 1. Klasse Süd sorgte der FC Minihof-Liebau, der den ASK Schlaining sensationell mit 2:0 schlug und damit seine Ambitionen in Richtung Klassenerhalt untermauerte. Die spielentscheidende Szene passierte bereits in Minute 19. Tobias Glösl stoppte einen Minihofer Angriff unsanft, sah Rot – und der FCML verwandelte in Person von Teodor Rohaly im gleichen Atemzug den fälligen Elfmeter zum 1:0. In einem dennoch ausgeglichenen Spiel besorgte dann in Minute 54 Alen Spilak die Vorentscheidung zugunsten der Heimischen. FCML-Obmann Orhan Fazli lobte das komplette Kollektiv: „Es war wieder einmal eine starke Mannschaftsleistung von uns, wobei man sagen muss, dass Schlaining auch in Unterzahl voll mitgespielt hat.“ Schlainings Sportlicher Leiter Klaus Arth meinte: „Wir haben trotz der Unterzahl viel probiert, aber nach dem zweiten Treffer war die Luft draußen.“
Oberwart 1b – Zuberbach 0:2.Für die zweite kleine Sensation der Runde sorgte der SV Zuberbach, der aufgrund einer kompakten Defensivleistung drei Punkte aus dem Informstadion mitnahm. Dazu lauerte man auf Konter – und der Plan ging voll auf. Akos Fajko brachte die Zuberbacher früh in Führung (20.), nur elf Minuten später köpfelte Krisztian Kiss nach einer Kun-Ecke wuchtig ein – 2:0. „Unser Plan war, kompakt zu stehen und auf Konter zu lauern – das haben die Burschen großartig umgesetzt“, schwärmte SVZ-Funktionär Klaus Brandstätter. SVO-Trainer Joachim Postmann haderte mit dem Ergebnis: „Wir hatten an diesem Tag einige Ausfälle. Trotzdem wollten wir gegen Zuberbach drei Punkte holen. Aber sie haben gut performt und am Ende einen verdienten Sieg geholt.“
Bad Tatzmannsdorf –St. Martin 5:1. Der SC Bad Tatzmannsdorf machte gegen St. Martin dort weiter, wo man gegen Zuberbach aufgehört hat. Die Mannschaft von Trainer Ernst Bürger ging bereits nach fünf Minuten durch Patrick Bürger in Führung. Durch den zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer von Elias Eckhardt ließ man sich nicht beirren, schoss wenig später das 2:1. Nach der Pause gaben die Kurstädter Vollgas, schenkten St. Martin noch drei weitere Treffer ein. Weswegen SCT-Trainer Ernst Bürger mit der Leistung seiner Elf sehr zufrieden war: „Wir hatten vor allem nach der Pause die Spielkontrolle. Der Sieg geht deshalb auch in dieser Höhe in Ordnung.“ Patrick Bürger netzte noch einmal, auch Benjamin Schranz und Luka Grgic trugen sich in die Schützenliste ein. St. Martins Obmann Edwin Janosch meinte: „Vor der Pause haben wir noch gut mitgehalten, aber in der zweiten Halbzeit war das gar nicht mehr der Fall – leider eine verdiente Niederlage.“
Heiligenkreuz – Kemeten 0:0.Der SC Kemeten hatte am vergangenen Samstag eine harte Aufgabe vor der Brust. Es stand der Gang zu Tabellenführer Heiligenkreuz am Programm. Von Beginn an entwickelte sich eine kampfbetonte Partie, in der die Gäste die erste Möglichkeit hatten. Lukas Pielers Abschluss wurde aber noch in letzter Sekunde geblockt – eine der wenigen großen Chancen. Ansonsten ging es im Mittelfeld hart zur Sache, wie SCK-Trainer Josef Novakovits feststellte: „Das Ergebnis geht so in Ordnung, dieses Spiel hat keinen Sieger verdient.“ HSV-Sportchef Kevin Baumgartner meinte: „Das war keine gute Leistung von uns, da gibt es definitiv Luft nach oben.“ Gut für die Heiligenkreuzer: Auch die Konkurrenz verpasste volle Punkte, womit man an der Tabellenspitze bleibt.
Loipersdorf – Wiesfleck 2:2.Neben dem HSV kam auch Loipersdorf gegen Wiesfleck nicht über einen Punkt hinaus. Der SCLK erwischte zwar den besseren Start und ging früh in Führung (8.), hatte danach gegen starke Wiesflecker aber zu kämpfen. Nejc Levec erzielte den Ausgleich für den Underdog (41., Elfmeter), wenig später (55.) stellte Emil Daliposki die Partie komplett auf den Kopf. Immerhin konnten die Loipersdorfer in Person von Milan Faggyas noch ausgleichen. „Wir haben ein gutes Spiel gemacht und sind mit dem Punkt zufrieden“, so Christian Plank vom SCW. Loipersdorfs Sektionsleiter Roland Szander haderte mit der Effizienz in der Anfangsphase: „Da haben wir das Spiel kontrolliert, es aber verpasst, die Tore zu machen.“
Neuhaus – Kirchfidisch 2:2.In einer unterhaltsamen Partie trennten sich der USV Neuhaus und der SV Kirchfidisch mit 2:2. Die Gäste erwischten einen perfekten Start. Christoph Schaffer und Peter Kollar schossen den SVK in Front. Es spielten weiter nur die Gäste – Treffer gelang allerdings keiner mehr. Anders auf der Gegenseite. Neuhaus wachte mit dem Anschlusstreffer kurz vor der Pause auf und übernahm fortan das Kommando. Die Belohnung: der Ausgleich. „Die Anfangsphase haben wir verschlafen, aber nach der Pause waren wir überlegen, so gesehen ist es ein gerechtes Remis“, so Stephan Knapp vom USV. Kirchfidisch-Obmann Christian Schaffer sah es ähnlich: „Wir hätten zu Beginn mehr Tore machen müssen.“
Heiligenbrunn – Dt. Kaltenbrunn 1:1.In einem spannenden Spiel zwischen dem SV Heiligenbrunn und dem SV Deutsch Kaltenbrunn gab es ein 1:1-Unentschieden. Der SVH erwischte einen optimalen Start und ging durch Ex-Kaltenbrunner Dino Bancic mit 1:0 in Führung. Kurz vor der Pause gelang den Gästen der Ausgleich. „Meiner Meinung nach hatten wir mehr vom Spiel, wir haben uns einfach nur nicht belohnt“, meinte der Sportliche Leiter der Kaltenbrunner Jürgen Hütter. Heiligenbrunns Sektionsleiter Thomas Kedl kommentierte: „Wir sind gut reingestartet, nach dem 1:1 war die Partie aber auf Augenhöhe und hätte durchaus in beide Richtungen ausschlagen können.“