Winterruhe statt Skipiste: Thermentourismus im Seewinkel boomt
St. Martins Therme
Wintertourismus wird in Österreich meist mit Bergen und Skipisten verbunden. Das flache Burgenland passt auf den ersten Blick nicht in dieses Bild. Dennoch zeigt sich die Region auch in der kalten Jahreszeit als nachgefragte Destination – vor allem dank ihres Thermenangebots.
Ein besonderes Flair. Die St. Martins Therme im Winter
© St. Martins Therme & Lodge/Rudy Dellinger
Wenn der Frost über die Ebenen des Seewinkels zieht und die Natur zur Ruhe kommt, herrscht in Frauenkirchen Hochbetrieb. Die St. Martins Therme & Lodge verzeichnete während der Weihnachtsferien erneut eine nahezu vollständige Auslastung. Zwischen 95 und 100 Prozent lag sie in diesem Zeitraum, ähnlich hoch wie im Jahr davor. An einzelnen Tagen kam es aufgrund des Andrangs zu Eintrittsbeschränkungen im Thermenbereich. „Gerade hier zeigt sich, dass es sich lohnt, vorab die Tickets online zu kaufen, um den Tag optimal genießen zu können“, heißt es seitens des Unternehmens.
Die St. Martins Therme & Lodge präsentiert sich als Alternative zum klassischen Skiurlaub. Lange Anfahrten, Staus und wetterbedingte Unsicherheiten entfallen, stattdessen steht Erholung im Mittelpunkt. Besonders in den Wintermonaten werde das Angebot intensiv genutzt.
Der Winter im Seewinkel zeige sich eine Kombination aus beeindruckenden Naturschauspielen und absoluter Ruhe: „Genau das Richtige für Menschen, die eine Auszeit benötigen – und wenn man dann beispielsweise von einer spannenden Safari mit den Rangern zurück in die Therme kommt, kann man gleich selbst noch ein Stückchen ‚Winterschlaf‘ nachholen“, heißt es aus der Lodge.
Unabhängig von der Saison zählt die St. Martins Therme & Lodge zu den stabilsten Ganzjahresdestinationen der Region. Die durchschnittliche Auslastung der Therme liegt über das Jahr hinweg bei rund 75 Prozent. Während im Sommer der Badesee und die sogenannte Summer Island gefragt sind, suchen Gäste im Winter gezielt Ruhe und Entspannung im Thermalwasser. Insgesamt besuchten im vergangenen Jahr rund 310.000 Gäste die Anlage, davon etwa 200.000 Tagesgäste und 110.000 Nächtigungsgäste in der Lodge.
Als wesentlichen Erfolgsfaktor nennt die Geschäftsführung den Ausbau des Angebots. Im Vorjahr wurden der See-Spa-Bereich erweitert, der neue Ruheraum „Welle“ geschaffen, eine Sunset-Terrasse eröffnet und der Saunabereich der Lodge neu gestaltet. Insgesamt entstanden rund 1.100 Quadratmeter zusätzliche Fläche mit etwa 200 neuen Liegen, davon 100 exklusiv für Lodge-Gäste. 6 Millionen Euro wurden dafür investiert. „Diese zusätzlichen Liegeflächen kommen bei den Gästen sehr gut an“, heißt es.
Ergänzt wird das Angebot durch thematische Programme zu Ostern, in den Sommerferien oder zu Halloween, mit denen verstärkt Familien aus der Ostregion Österreichs angesprochen werden.
Darüber hinaus bietet die St. Martins Business Lodge im Seminar- und Tagungsbereich maßgeschneiderte Lösungen für Veranstaltungen mit bis zu 300 Personen. Safaris mit den St. Martins Rangern ermöglichen ganzjährig Naturerlebnisse, während die Forschungsstation und das Gut St. Martins mit tiergestützter Pädagogik speziell für Kinder offenstehen.