Oberpullendorfs Geschichte bekommt eigene vier Wände

Stadtarchiv begründet

In der Stadtbibliothek Oberpullendorf wurde ein eigener Raum eingerichtet, wo man Bücher, Texte und Fotos aus der Vergangenheit der Stadt sichten und studieren kann.

Hilde Mouradkhanian, Schulwart Bernhard Leidl, Elisabeth Horvath, Bürgermeister Johann Heisz, Susanne Moritz, Josef Kraxner und Vizebürgermeister Nikolaus Dominkovits freuen sich, dass nun in der Stadtbibliothek gleichsam der Grundstein für ein öffentliches Stadtarchiv gelegt wurde.

Hilde Mouradkhanian, Schulwart Bernhard Leidl, Elisabeth Horvath, Bürgermeister Johann Heisz, Susanne Moritz, Josef Kraxner und Vizebürgermeister Nikolaus Dominkovits freuen sich, dass nun in der Stadtbibliothek gleichsam der Grundstein für ein öffentliches Stadtarchiv gelegt wurde.

© Michaela Grabner

Die Idee ein Stadtarchiv für Oberpullendorf und Mitterpullendorf aufzubauen, ist im Zuge von Recherchen für eine Ausstellung anlässlich „800 Jahre Oberpullendorf - 50 Jahre Stadt“ entstanden. Susanne Moritz, Hilde Mouradkhanian und Elisabeth Horvath werden sich gemeinsam dieser Aufgabe widmen. Material ist einiges vorhanden - teils aus dem Archiv im Keller des Rathauses, teils von der Bevölkerung zur Verfügung gestellt und dieses soll nun durch ein in der Bibliothek angesiedeltes öffentliches Stadtarchiv der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden.

Unterstützung erhält das Damentrio von Historiker Josef Kraxner, der seit 40 Jahren Bilder, Dokumente, Urkunden und Karten über Ober- und Mitterpullendorf sammelt und schon einige Bücher zu deren Geschichte von der ersten urkundlichen Erwähnung 1225 bis zum Ende der Monarchie 1918 verfasst hat. Er wird seine historischen Materialien und seine Expertise beim Aufbau des Stadtarchivs einbringen.

„Ich möchte mich bei den Beteiligten herzlich bedanken - nicht nur dafür, dass sie ein öffentliches Archiv ins Leben gerufen haben, sondern auch für die Bereitschaft, dieses in Zukunft zu betreuen. Sie machen dies voller Begeisterung und Hingabe. Das bedeutet eine Menge an Arbeit und Zeit, die sie für Oberpullendorf unentgeltlich zur Verfügung stellen“, betonte Bürgermeister Johann Heisz. Und auch Vizebürgermeister Nikolaus Dominkovits meinte: „Es ist schön, dass es jetzt ein offizielles Archiv gibt und die drei Damen bereit sind, dieses der Öffentlichkeit zu zeigen.“

Als sichtbarer Startschuss fürs Projekt Stadtarchiv wird eine Ausstellung über die wirtschaftliche und soziale Entwicklung Oberpullendorfs seit der Stadterhebung 1975 gezeigt, die im Vorjahr anlässlich des 50 Jahre Stadt-Jubiläums von Schülern der Handelsschul-Abschlussklasse erstellt wurde. Diese wird von 2. März bis 29. April zu den Öffnungszeiten der Bibliothek zu sehen sein. Das neue Stadtarchiv-Team plant auch weiterhin Ausstellungen zu verschiedenen historischen Themen aus der Stadt zusammenzustellen. So soll es von Mai bis September eine Ausstellung über das alte Mitterpullendorf geben.