700 Jahre Oberwart: Die Zeit wird langsam knapp
Stadtjubiläum
Wenn Oberwart 2027 sein 700-jähriges Bestehen feiert, wird es an Veranstaltungen nicht mangeln. Die größere Frage lautet allerdings, wie die Stadt bis dahin aussehen soll. Denn während die Vorbereitungen für das Jubiläumsjahr laufen, tritt eines der wichtigsten Vorhaben seit Jahren auf der Stelle: die Verkehrsberuhigung und die Aufwertung des Hauptplatzes.
Anna, Antonia, Fiona, Larissa, Marie und Miriam präsentierten ihre Ideen für die Zukunft von Oberwart.
© Stadtgemeinde Oberwart
Wie ein solches Jubiläum aussehen könnte, damit beschäftigten sich in den vergangenen Monaten sechs Schülerinnen der Höheren Lehranstalt für Produktmanagement und Präsentation (HLP) Oberwart. Anna, Antonia, Fiona, Larissa, Marie und Miriam analysierten zunächst erfolgreiche Jubiläumsprojekte anderer Städte und Gemeinden und entwickelten daraus eigene Vorschläge für Oberwart. Im Mittelpunkt standen dabei weniger Festakte und Feiern als vielmehr Ideen, die Menschen unterschiedlicher Generationen zusammenbringen sollen.
Ein eigener Generationendialog
Ein Generationendialog gehört ebenso zum Ideenkatalog wie gemeinsame Grillabende, Backnachmittage oder ein generationsübergreifender Buchclub. Auch Kooperationen zwischen Volksschulen und Altenwohn- beziehungsweise Pflegeeinrichtungen wurden angedacht. Ergänzt werden die Vorschläge durch ein Freiluftkino, eine Lichterwanderung oder Projekte gemeinsam mit der Stadtbücherei. „Die jungen Frauen haben sich über viele Monate intensiv mit unserer Stadt und unserem Jubiläum auseinandergesetzt. Besonders freut mich, dass sie den Fokus auf das Miteinander der Generationen gelegt haben. Viele ihrer Ideen zeigen, wie man Menschen zusammenbringen und das Gemeinschaftsgefühl stärken kann. Solche Gedanken sind für die Vorbereitung eines Jubiläums sehr wertvoll“, sieht Bürgermeister Georg Rosner in den Arbeiten der Schülerinnen wertvolle Impulse.
Öffentliche Räume im Fokus des Jubiläumsjahres
Die Vorschläge zeigen aber auch, worum es beim Jubiläumsjahr letztlich gehen wird, denn viele der Ideen brauchen öffentliche Räume. Orte, an denen Menschen verweilen und miteinander ins Gespräch kommen können. Genau darüber wird in Oberwart seit Jahren diskutiert. Bürgermeister Georg Rosner verfolgt das Ziel, die Achse vom Rathaus bis zur Lannergasse zu beruhigen und den Rathausplatz als Mittelpunkt der Innenstadt zu stärken. „Wir führen Gespräche mit dem Land. Es gibt es einen gemeinsam ausgearbeiteten Sanierungsplan mit einem Rathausplatz, den wir zusätzlich begrünen wollen“, sagt Georg Rosner. „Von der Schulgasse bis rauf zur Lannergasse soll eine beruhigte Zone entstehen, wir wollen den Durchzugsverkehr aus der Stadt raus bekommen, dazu muss aber auch der Busbahnhof raus aus der Stadt“, sagt Rosner.
In Blickrichtung Jubiläum wächst jedenfalls der Zeitdruck und welche Vorschläge tatsächlich umgesetzt werden, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Die Stadtgemeinde will die präsentierten Ideen nun prüfen. Klar ist aber schon jetzt: Die Schülerinnen haben nicht nur über ein Jubiläum nachgedacht. Sie haben eine Diskussion angestoßen, die weit über ein Festjahr hinausreicht.