Ärger nach anonymen Anzeigen in Klostermarienberg

Strafzettel kassiert

Mehrere Kund:innen, die ihr Fahrzeug vor dem Hofladen von Obstbau Plemenschits in Klostermarienberg geparkt hatten, erlebten später eine böse Überraschung.

Mehrere Kundinnen und Kunden, die vor dem Hofladen von Obstbau Plemenschits parkten, erhielten Strafverfügungen.

Mehrere Kundinnen und Kunden, die vor dem Hofladen von Obstbau Plemenschits parkten, erhielten Strafverfügungen.

© BVZ

Ihnen flatterten Strafverfügungen der dafür für ganz Burgenland zuständigen Bezirkshauptmannschaft Güssing ins Haus. Um ihren Einkauf zu tätigen, hatten die Kund:innen ihre Autos ganz oder mit zwei Rädern auf der gepflasterten Fläche vor dem Haus abgestellt und erhielten Strafen mit dem Hinweis, dass sie dadurch gegen §8 Absatz 4 der Straßenverkehrsordnung verstoßen haben, welcher besagt dass die Benützung von Gehsteigen, Gehwegen und Schutzinseln mit Fahrzeugen aller Art verboten ist.

„Auch wenn der Randstein zur Straße abgeschrägt ist, wird diese Fläche als Gehsteig gewertet. Mehrere Kunden, die vor der Haustüre geparkt haben, wurden anonym angezeigt“, schildert Johann Plemenschits das Dilemma. Was ihm sauer aufstößt: „Wenn jemand etwas gegen uns hat, soll er uns das ins Gesicht sagen und nicht unter dem Deckmantel der Anonymität Kunden vergrämen, so dass es für uns schädigend ist.“

Die Familie Plemenschits wird nun bei der Bezirkshauptmannschaft eine Ladezone beantragen, um für ihre Kund:innen Rechtssicherheit zu schaffen, dass diese für ein paar Minuten bedenkenlos ihr Auto abstellen können, um im Hofladen einzukaufen.

Zudem bittet man Kunden, die eine Anzeige erhalten haben, sich zu melden – man werde die Kosten der Strafe in Naturalien abgelten.