Ist das Handy von der/dem Liebsten tabu?
Studie
Mehr als die Hälfte der liierten ÖsterreicherInnen darf das Handy des/der PartnerIn jederzeit benutzen. Für zehn Prozent ist das Smartphone tabu, während 14 Prozent heimlich das Handy checken.
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Eine aktuelle bevölkerungsrepräsentative Befragung im Auftrag von Parship.at gibt Antworten auf die Frage, wie ÖsterreicherInnen mit dem Smartphone ihres/ihrer PartnersIn umgehen: 52 Prozent haben die Erlaubnis, das Handy des/der anderen jederzeit zu verwenden und 51 Prozent kennen den PIN-Code bzw. das Entsperrmuster.
Wird der/die PartnerIn angerufen, nehmen 12 Prozent der Befragten regelmäßig Anrufe entgegen. Jede/Jeder Zehnte hätte zwar Interesse an den Aktivitäten auf dem Handy des/der Liebsten, aber es ist tabu.
Während jede/jeder Dritte der Meinung ist, dass der uneingeschränkte Zugriff auf das Handy des/der anderen ein Zeichen von Vertrauen ist, bestätigt mehr als die Hälfte (54%) sich gar nicht dafür zu interessieren. Das ergab eine aktuelle repräsentative Studie* von marketagent.com. Befragt wurden 1.103 liierte ÖsterreicherInen im Alter zwischen 18 und 75 Jahren.
Junge kontrollieren am ehesten das Handy des/der PartnerIn
Bei den Befragten unter 30-Jahren geben 16 Prozent an, die Standortdaten des/der anderen verfolgen zu können – mehr Männer als Frauen (18% vs. 14%). 14 Prozent werfen manchmal heimlich einen Blick auf das Handy des Partners/der Partnerin, um Nachrichten, Browserverlauf, Fotos oder Apps zu überprüfen, vor allem Frauen (17% vs. Männer 11%).
Die männlichen Befragten zwischen 18 und 29 Jahren lesen am häufigsten die Nachrichten auf dem Handy ihrer Partnerinnen (16% vs. Frauen 11%). Ab 30 Jahren nimmt sowohl das Interesse am Handy der/des PartnersIn als auch die Kenntnis von Passwörtern und Sperrmustern deutlich ab.
Parship-Psychologin Caroline Erb dazu: „Gegenseitiges Vertrauen und das Gefühl einer gewissen Sicherheit sind ganz wichtige Eckpfeiler innerhalb einer Beziehung. Die Studie zeigt, dass Transparenz und eine bestimmte Erwartungshaltung, was das Teilen diverser Informationen am Handy betrifft, bei den Jungen noch viel ausgeprägter ist. Unabhängig vom Alter sollte jedes Paar individuell offen besprechen, wieviel Intimsphäre für jeden wichtig erscheint und wo die persönlichen Grenzen liegen. Letztlich geht es auch darum, auf welche Art und Weise man das Gefühl von Nähe und Verlässlichkeit transportieren möchte.“