Hinter den Kulissen: So entsteht die Harry-Potter-Magie
Studio-Tour in London
Funkelnde Lichter, ein magisches Winterwunderland, festlicher Schmuck in der spektakulären großen Halle, Filmschnee über Hogwarts und in der Winkelgasse sowie jede Menge liebevolle Details machen die Harry-Potter-Filmsets in London während „Hogwarts in the Snow“ zu einem ganz besonderen Erlebnis.
Hogwarts - und die gesamten Harry-Potter-Studios - tauchen in den Wintermonaten in ein Winterkleid aus Pulverschnee.
© Warner Brothers, Dan Wong Photography
Für die legendäre Filmreihe rund um den Zauberschüler Harry Potter griffen die Filmemacher tief in die Trickkiste: Weil Hagrid Tiere so liebte, bekam er Haare eines Yaks. Der silbergraue Hippogreif Seidenschnabel wurde mit Gänsefedern geschmückt. 70.000 Pokale, Teller und Becher für die große Schatzkammer wurden aus Gummi und Plastik gefertigt. Der Waldboden im verwunschenen Wald wurde aus Autoreifen gemacht. Prunkvoll gestaltet in Gold- und Marmoroptik wurde Gringotts Zaubererbank und Acromantula, die riesige Spinne, wirkt mit Kokosfasern besonders haarig. Viele Gemälde wurden per Hand gemalt und tausende Pläne gezeichnet.
Hinter den Kulissen der Filmwelt
Die Warner Bros. Studio Tour London - The Making of Harry Potter bietet die Gelegenheit, die Magie hinter den fesselnden Spezialeffekten der Harry-Potter-Filmreihe zu entdecken und die Geheimnisse hinter den Kulissen zu erkunden. In den Studios etwas außerhalb von London wurden alle acht Teile der bis heute erfolgreichsten Filmreihe der Welt gedreht. Millionen von Menschen lassen sich hier Jahr für Jahr verzaubern.
„Harry Potter und der Feuerkelch“ stand im Jahr 2025, 20 Jahre nach dessen Filmpremiere, im Mittelpunkt. So wurde - unter anderem - einer der beliebtesten Charaktere, Hagrid, zum Leben erweckt. Außerdem wurden erstmals die Filmtricks von den Unterwasserszenen des Trimagischen Turniers gezeigt, bei dem sich die Champions der größten Zauberschulen Europas mehreren Herausforderungen stellen. „Dafür wurde ein sechs Meter tiefes Tauchbecken errichtet. Daniel Radcliffe, der Harry Potter spielte, bekam vor dem Dreh ein halbes Jahr Tauchunterricht“, berichtet Guide Keri. Und der ungarische Hornschwanz, gegen den Harry Potter kämpfen muss, spuckt für die Besucherinnen und Besucher Feuer. „Trotz der technischen und digitalen Möglichkeiten wurde für die Dreharbeiten vieles händisch gebaut und vorbereitet“, weiß Keri.
Von der großen Halle zum Gleis 9 3/4
Die Tour selbst führt durch die große Halle, wo einige der bekannten Szenen der Filmreihe gedreht wurden, weiter durch den verbotenen Wald, auf Gleis 9 3/4 mit dem Hogwarts Express, der die Schüler nach Hogwarts, der Schule für Hexerei und Zauberei brachte. Weiter geht es durch die Winkelgasse, Gringotts Zaubererbank, hinein in das Haus der Dursleys, vorbei am fahrenden Ritter, der gestrandete Zauberer von A nach B transportierte, und durch das Gewächshaus von Professor Sprout. Und für die beeindruckenden Außenaufnahmen in den Filmen wurde die Zauberschule Hogwarts in Miniaturform errichtet. „Sie ist 24-fach verkleinert“, berichtet Keri über den grandiosen Abschluss der Tour.
Vom Buch zum Film und zur Serie
Auch 28 Jahre nach Erscheinung des ersten Harry-Potter-Buches ist der Hype um den Zauberlehrling mit der runden Brille ungebrochen. 1997 veröffentlichte die englische Schriftstellerin Joanne K. Rowling das erste der sieben Bände „Harry Potter und der Stein der Weisen“. 2001 flimmerte erstmals der Film dazu über die Leinwände. Etwas über zehn Jahre später öffneten in London die Harry Potter Studios, die Fans in die Geheimnisse der Filmemacher einweihten. „Bis zu 8.000 Personen können pro Tag die Studios besuchen“, weiß Keri. Und 2027 soll mit einer großen Fantasy-Serie eine Neuauflage der sieben Romane folgen.
Winter in Hogwarts
Von Mitte November bis Mitte Jänner tauchen die Filmkulissen in ein Winter- und Weihnachtskleid. Die Zauberschule Hogwarts wird mit Schnee bedeckt (zwei kleine Schneemänner sind hier versteckt). An einer interaktiven Snow Station erfahren Besucher sogar aus nächster Nähe, wie künstlicher Schnee und Eis inszeniert wurden. Lichter funkeln und die Große Halle wird für den Weihnachtsball vorbereitet. Schneebedeckte Weihnachtsbäume säumen die Wände und die langen Tafeln sind gedeckt mit flambierten Christmas Puddings und festlichen Leckereien. Highlight ist Jahr für Jahr das Dinner in der großen Halle, das an ausgewählten Terminen veranstaltet wird (Tickets sind sehr rasch ausgebucht!).
„Magische Streiche und Missetaten“ folgen dann von Jänner bis April. Von Mai bis September steht das „Summer Feature“ - 2026 zum 25. Jubiläum von Harry Potter und der Stein der Weisen“ - am Programm. Die „Dunklen Künste“ gibt es rund um Halloween.
Wissenswertes
Anreise:Austrian fliegt mehrmals täglich von Wien nach London und retour. www.austrian.at
Zur Studio-Tour gelangt man in 20 Minuten mit dem Zug vom Bahnhof London Euston zum Bahnhof Watford Junction. Von dort fahren in regelmäßigen Abständen Shuttlebusse weiter in die Harry-Potter-Studios. Die Anreise sollte so geplant sein, dass man 30 Minuten vor der Eintrittszeit ankommt. Angeboten werden auch Packages inklusive Bustransfer ab London.
Hoteltipp:The Grove***** befindet sich etwas außerhalb von London in der Nähe der Harry-Potter-Studios inmitten einer riesigen Parklandschaft. Es bietet ein luxuriöses Spa, Golfplatz und Swimmingpools. Infos: www.thegrove.co.uk
The Making of Harry Potter:Tickets (ab ca. 65 Euro für Erwachsene, Kinder bis 15 Jahren circa 53 Euro) sind online unter www.wbstudiotour.co.uk. Es wird empfohlen, Tickets unbedingt mehrere Monate im Voraus zu buchen, da die Nachfrage sehr groß ist.