SV Neuberg: Eine Tradition mit Bauchweh
Hallenfußball
Zum 28. Mal lädt der SV Neuberg am Samstag zum „McDonald`s“-Turnier in die Oberwarter Sporthalle. 2022/23 ist das ein Novum, denn der SVN ist der einzige Veranstalter eines südlichen Hallentreffens. Die Entwicklung gefällt dem Initiator Martin Konrad dabei nicht und dieser will er auch entgegenwirken.
Kritische Töne zur Hallen-Situation. Neuberg-Obmann Martin Konrad gilt als Verfechter des Zaubers zwischen der Bande. Die Tendenz gefällt ihm nicht.
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Der Hallenfußball ist nach mittlerweile knapp dreijähriger Abstinenz wieder zurück. Erst verhinderte die Corona-Pandemie das „Zangeln“ zwischen der Bande, ehe in diesem Jahr die ganz große Lust von Vereinsseite ausblieb. Ausnahmen bestätigen dabei die Regel, denn im Norden hält der SV Forchtenstein mit dem am morgigen Feiertag stattfindenden „Rosalienpokal“ die Fahnen, ebenso wie der SV Neuberg mit dem 28. „McDonald‘s“-Turnier hoch.
Heimturnier steht an. Daniel Maikisch, Sebastian Paul und Manuel Neubauer (v.l.) werden am Samstag die sportliche Fahne des SV Neuberg hochhalten.
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„Kicker, die spielen wollen, gebe es genug“, sagte Neuberg-Obmann und Initiator Martin Konrad und ergänzte: „Die Funktionäre und Trainer wollen zumeist nicht. Für mich ist das eigentlich auch unerklärlich.“ Für Konrad war die Halle immer auch ein optimaler Zeitpunkt etwaigen Neuzugängen auf die Beine zu schauen. Und die SVN-Legende weiß natürlich auch, wovon er spricht, war der Klub doch über sehr viele Jahre einer der erfolgreichsten Süd-Vereine, der es mit einer Einwohnerzahl rund um die 1.300 zweimal in die Regionalliga Ost schaffte.
„Ob das Markus Böcskör, Thomas Wagner oder Joachim Parapatits waren – allesamt habe ich quasi nach Hallenturnieren verpflichtet“, so Konrad, der nachschoss: „Man sieht dort einfach sehr viel. Wie ein Kicker etwa auf Umschaltsituationen reagiert oder wie gut er technisch ist.“ Nachsatz: „Auch die Pause von knapp vier Monaten ohne Fußball ist nicht gut. Die Halle war und ist auch immer ein guter Anker, um Sponsoren oder einfach den Verein zu repräsentieren.“
In der heurigen Übergangs-Phase nahm das SVN-Oberhaupt den rot-goldenen „Banden-Status quo“ noch so hin, im nächsten Jahr wird das nicht wieder so sein. Die Halle muss leben und beben – wie in früheren Jahren, wo das „McDonald‘s“-Turnier ein erster Startschuss fürs Fußball-Frühjahr war. Und jetzt 2023? Konrad: „Wir haben fürs heurige Jahr eine gute Qualität an Mannschaften beisammen und ich glaube, dass dem Publikum genug geboten wird.“