Badseekantine Neudörfl: „Bisherige Saison katastrophal“
„Taverna Giovanni“
Der Sommermonat Juli 2025 hatte besonders viele Regentage und relativ wenige Sonnenstunden, wird das allgemeine Empfinden vom meteorologischen Dienst „GeoSphere Austria“ bestätigt. Auf Gastronomen wie Franz Schober von der Neudörfler Badeseekantine „Taverna Giovanni“, die wesentlich auf ungetrübten Sonnenschein angewiesen sind, wirkt sich ein solcher Befund wirtschaftlich aus. Er zieht eine erste Zwischenbilanz.
In der Seekantine „Taverna Giovanni“ von Franz Schober hofft man auf einen versöhnlichen Sommerausklang. Den trübste Juli seit 1979 werden die letzten Augusttage gastronomisch gesehen wahrscheinlich aber auch nicht mehr ausgleichen können, so Schober.
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„Die bisherige Saison im Vergleich zum Vorjahr ist katastrophal“, sagt Franz Schober, der die Badeseekantine 2023 übernommen hat und sie seitdem unter dem Namen „Taverna Giovanni“ führt. „Im Mai ist erfahrungsgemäß bei uns noch kein Badewetter. Der Juni begann sehr vielversprechend und umsatzmäßig um einiges besser als in der vergangenen Saison.“ Doch dann kam es im Juli „knüppeldick“, wie er es formuliert: „16 Tage Totalsperre, an drei bis vier Tagen wurde versucht, den Kantinenbetrieb aufrecht zu halten. Wirtschaftlich gesehen ist das allerdings ein Totalschaden.“
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Der August startete gastronomisch gesehen wie der Juli: schlecht. „Nun bleibt die Hoffnung, dass die Prognose für einen schönen Sommerausklang zutrifft, was aber keinesfalls den entstandenen Schaden wieder gutmachen kann“, sagt der Gastronom. Die Saison sei wohl eher „dahin“. Auch für das Personal ist das keine angenehme Situation gewesen. An die richtet Franz Schober explizit seinen Dank aus, ebenso an die treuen Stammgäste.
Über den geplanten Neuerungen, die im Herbst bei der Seekantine vorgenommen werden sollen, kann Schober zum aktuellen Zeitpunkt noch nichts Näheres sagen, nur so viel, dass man mit der Gemeinde und dem Bürgermeister in „positiver Absprache“ stehe.
Meteorologische Einordnung des Sommers 2025
In einer österreichweiten Auswertung brachte der Juli 2025 um 42 Prozent mehr Niederschlag als im vieljährigen Mittel. Damit war das der nasseste Juli seit 2012 und einer der fünf nassesten seit 1961, heißt es auf der Webseite von GeoSphere Austria. Außerdem gab es im Juli 2025 in der österreichweiten Auswertung um 27 Prozent weniger Sonnenstunden als im vieljährigen Mittel. Es war der trübste Juli seit 1979 und einer 15 trübsten seit Beginn der Sonnenschein-Messreihe im Jahr 1925.