Teenager verlor Finger durch Feuerwerkskörper in Tirol

Unfälle

Ein 14-jähriger Ungar hat zu Silvester um 00.15 Uhr in Erl (Bezirk Kufstein) einen Feuerwerkskörper gezündet. Bei der Explosion wurde ihm der kleine Finger der rechten Hand abgerissen. Der Teenager wurde mit der Rettung ins Krankenhaus gebracht, der genaue Unfallhergang wird noch ermittelt. Ein 38-jähriger Österreicher wurde von einer Rakete schwer im Gesicht verletzt, als er in Längenfeld (Bezirk Imst) um Mitternacht eine Feuerwerksrohrbatterie zündete.

38-Jähriger von Rakete im Gesicht verletzt

38-Jähriger von Rakete im Gesicht verletzt

© APA/dpa

In Steinach am Brenner löste bereits am Mittwoch um 18.40 Uhr eine Feuerwerksrakete einen Brand im Garten eines Mehrfamilienhauses aus, berichtete die Polizei. Um 23.20 Uhr brach im steilen Waldgelände in Hochzirl (Bezirk Innsbruck-Land) ein Brand aus. Die Feuerwehren Zirl und Kematen bekämpften das Feuer. Donnerstagvormittag standen noch Nachlöscharbeiten mit Unterstützung von Drohnen und Polizeihubschrauber an. Die Brandursache wird noch ermittelt, das Feuer wurde aber offensichtlich durch Pyrotechnik ausgelöst, da Reste von Feuerwerkskörpern im dortigen Bereich gefunden wurden.

Christbaum brannte in Innsbruck

Ein Christbaum brannte um 0.10 Uhr in Innsbruck, vermutlich durch einen Sternspritzer. Zwei 58 und 79 Jahre alte Österreicherinnen zogen sich beim Versuch, den Brand zu löschen schwere Verbrennungen zu. Sie wurden ins Krankenhaus eingeliefert.

Insgesamt verzeichnete die Leitstelle Tirol 516 Einsätze zum Jahreswechsel, von Mittwoch 18.00 Uhr bis Donnerstag 5.00 Uhr, im Vorjahr waren es lediglich 369. 170-mal wurde die Feuerwehr gefordert, elf Einsätze gab es für die Bergrettung, der Rettungsdienst - inklusive Krankentransporte - war 298-mal unterwegs. Zusätzlich war 37-mal eine Gesundheitsberatung gefragt. "Die Silvesternacht war geprägt von Brandeinsätzen, Alkoholintoxikationen, Verletzungen durch Feuerwerkskörper oder Raufhandel sowie einem Sucheinsatz", hieß es.