HTL Pinkafeld-Maturanten planten Regenwasserbewirtschaftung
The Village
Die OSG-Reihenhaussiedlung „The Village“ wird im nordwestlichen Bereich der Stadt Oberwart zwischen Pinka und Wehoferbach errichtet. Um die behördliche Bewilligung des Projektes zu erhalten, muss eine Regenwasserbehandlung auf Eigengrund erfolgen.
Die Diplomarbeit wurde vonTabea Pomper, Thomas Maierhofer und Nico Petrakovitsbereits an Andreas Höhenberger 2. v. l.) übergeben.
© HTL Pinkafeld
Die zunehmende Belastung bestehender Kanalsysteme und die Auswirkungen des Klimawandels stellen eine Herausforderung für infrastrukturelle Planungen im Bauwesen dar. Die Frage "Wohin mit dem Wasser?" gewinnt an Bedeutung, insbesondere bei der Widmung von Bauland und der behördlichen Bewilligung von Bauprojekten. Vor diesem Hintergrund wurde die Diplomarbeit initiiert, um eine maßgeschneiderte Lösung für die Regenwasserbehandlung in der OSG-Reihenhaussiedlung "The Village" zu entwickeln. Dafür wurde eine Versickerungsanlage geplant und bemessen, um 5 bis 10 jährliche Niederschlagsereignisse schadlos abzuführen, und die damit verbundenen Materialkosten pro Wohneinheit erhoben.
Kostengünstigste Variante vorgeschlagen
Für die Versickerung der anfallenden Niederschlagswässer aller Dachflächen wird die Nutzung von Sickerboxen mit Regenwassertanks im Bereich der Carports als kostengünstigste Variante vorgeschlagen. Diese Lösung ermöglicht auch eine nachhaltige Gartenbewässerung und eignet sich besonders im bearbeiteten Projektgebiet, zufolge dem ausgeprägten Platzmangel und hohem Grundwasserspiegel. Für die Versickerung der Straßenwässer wird der Einbau einzelner Versickerungsboxen unter den Verkehrsflächen empfohlen, um eine gute Versickerung in das Grundwasser zu gewährleisten und die Freizeitflächen nicht zu beeinträchtigen, bei gleichzeitiger Rückführung der anfallenden Niederschlagswässer auf kurzem Weg in den natürlichen Wasserkreislauf.
Die Arbeit wurde von den Bautechnik-Maturanten Tabea Pomper, Thomas Maierhofer und Nico Petrakovitsbereits abgeschlossen und an den Auftraggeber, die Höhenberger Engineering ZT GmbH, sowie an die betreuenden Professoren Oskar Hable und Johannes Feichtinger übergeben.