Holzmöbel im Garten richtig pflegen
Tipp
Verwitterte Gartenmöbel oder die Holzterrasse abschleifen ist eine aufwendige Prozedur - die man sich sparen kann, wenn man sich ab und zu ums Holz kümmert...
Offenporige, natürliche Öle verhindern, dass Feuchtigkeit im Holz eingeschlossen wird und beugen somit Fäulnis vor.
© Natural Naturfarben
Reinigen und Ölen heißt die Formel, um Renovierungen zu vermeiden und das Holz im Außenbereich dauerhaft zu schützen. Dafür reichen ein Reiniger, das richtige Öl, Schwamm und Rolle.
Feuchtigkeit, die ins Holz eindringt, ist unproblematisch, wenn sie wieder raus kann. Offenporige, natürliche Öle ermöglichen das.
Schichtbildende synthetische Anstriche bieten diesen Vorteil nicht. Da sich das Holz durch Belastung oder Ausdehnen bei Hitze bzw. Zusammenziehen bei Kälte bewegt, kann die Feuchtigkeit durch feine Risse oder Beschädigungen ins Holz eindringen, aber nicht wieder raus. Sie beginnt im Holzinneren zu marodieren.
Naturöle ziehen tief ein und schützen vor Feuchtigkeit
Im günstigsten Fall reicht für eine passable Auffrischung eine einfache Reinigung. Dazu immer zuerst den Umweltschmutz mit Intensivreiniger entfernen. Dann den Reiniger mit Wasser im Verhältnis 1:1 mischen und die Verschmutzungen mit einem leicht rauen Schwamm lösen. Wichtig: Anschließend mit klarem Wasser neutralisieren.
Vergrauungen durch UV-Strahlen, die das für den Zellwandschutz im Holz zuständige Lignin zerstören, kann man mit Holzauffrischer Anti-Grau zu Leibe rücken. Der natürliche, wasserbasierende Fruchtsäurekomplex wird aufgespritzt und mit einem rauen Schwamm abgerieben. Auch mit Wasser neutralisieren und ca. 24 Stunden trocknen lassen.
Nach der Reinigung werden Gartenmöbeln mit dünnflüssigem Teaköl geölt. Mit Schwamm oder Pinsel auftragen, 20–30 Minuten einwirken lassen und mit einem fusselfreien Tuch nachwischen.
Da Holzterrassen stärker belastet werden und wegen ihrer Größe oder der geriffelten Oberfläche nur schwerlich abzuwischen sind, empfiehlt sich hier ein besser trocknendes Produkt. Dünn mit der Rolle auftragen – fertig.
Ein gewisser Graustich durch eine natürliche Patina liegt derzeit durchaus im Trend. Mit farblosem Öl kann man die gewünschte Vergrauung zulassen und trotzdem den nötigen Verwitterungsschutz sicherstellen. Soll ein Vergrauen unterbunden werden, rät der Profi zu pigmentierten Ölen mit UV-Schutz.

Ungeschütztes Holz vergraut durch UV-Strahlen, die das für den Zellwandschutz im Holz zuständige Lignin zerstören.
© Natural Naturfarben

Reinigen und Ölen heißt die Formel, um aufwendiges Abschleifen zu vermeiden.
© Natural Naturfarben

Nach der Pflicht der Reinigung folgt die Kür: das Ölen. Bei Gartenmöbeln greift man zu dünnflüssigem Teaköl.
© Natural Naturfarben

Das Öl wird mit Pinsel oder Schwamm aufgetragen und sollte 20 30 Minuten einwirken.
© Natural Naturfarben