Die Draßmarkterin Elina Fuchs krönte sich in Malmö zur Europameisterin
TISCHTENNIS
Die Draßmarkterin Elina Fuchs holte sich ihren bislang größten Triumph. Gemeinsam mit Nina Skerbinz krönte sich das Tischtennis-Doppel in Schweden zum U15-Europameister.
Elina Fuchs (r.) und Nina Skerbinz sind Europas bestes U15-Tischtennisdoppel.
© ÖTTV
Talent, das stand schon vor der U15-Europameisterschaft, die am Sonntag in Schweden endete, fest. Die junge Draßmarkterin träumte von einer Medaille beim Großevent in Malmö. Vorab war der Traum auch gar nicht so unrealistisch, aber definitiv nicht erwartbar. Gemeinsam mit ihrer niederösterreichischen Partnerin Nina Skerbinz ging das Duo als Nummer fünf gesetzt in das EM-Rennen. Und das mit starken Rückenbeschwerden.
Elina musste zweimal täglich zum Physiotherapeuten. Die Burgenländerin zeigte aber großes Kämpferherz. Während im Einzel- und im Mixedbewerb auch aufgrund der Rückenproblematik vorzeitig Endstation war, biss Fuchs im Doppel die Zähne zusammen. Nach einem Freilos in Runde eins setzte sich das Gespann in Runde zwei souverän gegen die Spanierinnen Barreda/Sans durch - 3:0.
In Runde drei war dann auch das rumänische Duo Dicu/Precup kein Stolperstein. Nach verlorenen ersten Satz, ließ man nichts anbrennen und gewann letztlich 3:1. Das Ticket für die letzten Acht war somit fixiert. Dort gingen Fuchs/Skerbanz als Außenseiter in das Spiel. Gegenüber standen Kodetova/Rajkowska. Das top gesetzte Duo aus Polen und Tschechien. Ein Sieg würde gleichzeitig das Halbfinale und somit zumindest Bronze bedeuten. Und tatsächlich gelang dem österreichischen Team die Sensation - 3:1 setzte sich der „Underdog“ durch.
Nach Sieg gegen Nummer eins war Medaille fix
Der Traum von Fuchs war somit wahr geworden, eine Medaille fix. Mit Bronze gaben sich die Youngsters aber nicht zufrieden. Im Halbfinale gab es Dramatik pur. Gegen bärenstarke Ungarinnen (Nummer zwei im Turnier) gewann man Satz eins klar mit 11:2.
Danach schlugen die Ungarinnen zurück - 11:8. Elina und Nina konterten im dritten Satz und stellten auf 2:1. Weil aber die Gegnerinnen nicht locker ließen und Satz vier 11:9 für sich entschieden, ging das Semifinale in einen alles entscheidenden Satz. Dort hatten die Österreicherinnen dann aber die stärkeren Nerven - 11:9, das Ticket für das Finale war somit gebucht. Im Endspiel warteten wieder Spanierinnen. Und erneut blieben Fuchs und Skerbanz fokussiert, waren von Beginn weg das aktivere Duo und erspielten sich eine 2:1-Satzführung.
Es fehlte also noch ein letzter Satz, um den ganz großen Triumph zu fixieren. Fuchs/Skerbanz zogen auf 9:6 heran, ehe dann doch ein wenig Nervenflattern begann. Die Kontrahenten machten vier Punkte in Folge und hatten Satzball. Diesen wehrte die Nummer fünf des Bewerbs ab und machte in der Folge selbst zwei Punkte, die den Europameistertitel fixierten und somit den Traum von Elina Fuchs vergoldeten.