Gleichenfeier fürs neue Feuerwehrhaus in Lutzmannsburg
Tradition der Dachgleiche
Ein wichtiger Meilenstein beim Neubau des Feuerwehrhauses in Lutzmannsburg wurde vergangenen Donnerstag gefeiert.
Feierten die Dachgleiche. Vertreter der Feuerwehr, Gemeinde und der beteiligten Firmen.
© BVZ, Isabella Kuzmits
Zur Gleichenfeier des neuen Feuerwehrhauses versammelten sich Vertreter der Feuerwehr, Gemeinde, ausführenden Firmen sowie zahlreiche Ehrengäste auf der Baustelle neben dem Campingplatz. Dort entsteht derzeit ein modernes Einsatzzentrum, das künftig allen Anforderungen einer zeitgemäßen Stützpunktwehr gerecht werden soll.
Seit dem Baustart im Oktober 2025 schreiten die Arbeiten zügig voran. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für Mai 2027 vorgesehen, die feierliche Segnung beziehungsweise Weihe des neuen Feuerwehrhauses soll im Sommer desselben Jahres erfolgen. Errichtet wird das Projekt von der Projektentwicklung Burgenland (PEB).
Nach Fertigstellung des Baus werden den Florianis rund 1.000 Quadratmeter zur Verfügung stehen. Das Erdgeschoß umfasst 640 Quadratmeter, davon entfallen 273 Quadratmeter auf die Fahrzeughalle, die Platz für fünf Einsatzfahrzeuge bietet. Im Obergeschoß stehen weitere 360 Quadratmeter zur Verfügung. Geplant sind unter anderem ein Aufenthaltsraum, getrennte Umkleiden für Frauen und Männer, Lagerräume, ein Atemschutztechnikraum, Schulungs- und Kommandoräume sowie ein eigener Jugendraum.
Die Baukosten belaufen sich auf rund 3,6 Millionen Euro. Zwei Millionen Euro werden vom Land Burgenland gefördert. Für die verbleibenden 1,6 Millionen Euro hat die Gemeinde einen Kredit aufgenommen.
Bürgermeister Roman Kainrath nutzte die Gleichenfeier, um den Einsatz aller Beteiligten hervorzuheben. „Dem Baugewerk gebührt große Hochachtung. Die Firma Pfnier steht für Tradition und hohe Qualität. Besonders freut mich, dass zu 99 Prozent regionale Unternehmen an diesem Projekt beteiligt sind“, betonte der Ortschef.
Feuerwehrkommandant Christian Maszlovits dankte der Baufirma sowie allen Projektpartnern für die bisherige Arbeit. Die Zusammenarbeit mit der PEB und der Gemeinde verlaufe äußerst positiv und sei von gegensei
Auch Landesfeuerwehrkommandantstellvertreter sowie Bezirksfeuerwehrkommandant Martin Reidl zeigte sich erfreut über den Baufortschritt. Für ihn hat das Projekt eine besondere Bedeutung, denn die Feuerwehr Lutzmannsburg ist seine Heimatwehr. „Hier entsteht ein modernes Feuerwehrhaus, das im Bezirk Maßstäbe setzen wird. Als Stützpunktwehr benötigt Lutzmannsburg eine entsprechend hochwertige Infrastruktur“, so Reidl. Er freue sich bereits auf den Einzug im kommenden Jahr.
Baumeister Frank Pfnier sprach von einem wichtigen Zukunftsprojekt für die Sicherheit der Region. „Hier entsteht ein professionelles Umfeld für die Feuerwehr. Mein Dank gilt dem Land und der Gemeinde, die in diese wichtige Einrichtung investieren.“ Besonders positiv hob er hervor, dass die Baustelle bisher weitgehend von größeren Unfällen verschont geblieben sei.
Traditioneller Höhepunkt der Feier war der Gleichenspruch, der von Sascha Puecker vorgetragen wurde.
Wer den Bau des neuen Feuerwehrhauses unterstützen möchte, kann dies weiterhin im Rahmen einer Bausteinaktion tun. Die verfügbaren Bausteine reichen von 250 bis 2.500 Euro. Interessierte können sich dafür an Michael Plöchl oder Philipp Weber wenden. Mit der Unterstützung der Bevölkerung soll ein modernes Zuhause für die Florianis geschaffen werden, das den Einsatzkräften über viele Jahrzehnte hinweg beste Bedingungen für Ausbildung, Übungen und Einsätze bietet.