Wiesen: Ein 32-Meter-Riese für den Veranstaltungsplatz

Tradition

Die Wiesener Jugend stellte am Vorabend des 1. Mai unter großem Zuspruch der Bevölkerung ihren selbst gefällten Maibaum auf.

Der Baum wurde von den Jugendlichen im Wald ausgewählt und von ihnen selbst gefällt.

Der Baum wurde von den Jugendlichen im Wald ausgewählt und von ihnen selbst gefällt.

© Gemeinde Wiesen

Am Vorabend des 1. Mai herrschte am Veranstaltungsplatz oberhalb der Volksschule Wiesen reges Treiben. Die Wiesener Jugend stellte unter der Leitung von Obfrau Lara Berger einen 32 Meter hohen Maibaum auf. Das Prachtexemplar wurde von den Jugendlichen zuvor selbst im Wald ausgewählt und gefällt. Begleitet von zünftigen Märschen des Musikvereins wurde der Baum zum Aufstellungsort gebracht, wo bereits zahlreiche Zuschauer warteten.

Das Aufstellen erfolgte nach alter Tradition ohne maschinelle Hilfe. Unter dem fachmännischen Kommando von Helmut Pauschenwein hoben die Jugendlichen den Baum mit sogenannten „Holzschwabeln“ ruckweise in die Höhe. „Es ist jedes Jahr ein besonderer Moment, wenn der Baum nach getaner Arbeit kerzengerade in den Himmel ragt“, freute sich die Vereinsführung über das gelungene Brauchtum. Nach über einer Stunde harter körperlicher Arbeit war das Werk schließlich vollbracht.

Die Veranstaltung lockte über 300 Besucher an, die von der Wiesener Jugend mit Speisen und Getränken bewirtet wurden. Unter den Gästen fanden sich auch Bürgermeister Matthias Weghofer, Vizebürgermeister Christoph Ramhofer und Gemeindevorstand Josef Habeler ein. Die gute Stimmung am Festplatz zeigte einmal mehr, wie tief verwurzelt dieser Brauch in der Gemeinde ist.

Nachdem der Baum sicher in seiner Verankerung stand, war die Arbeit für die Jugendlichen noch nicht beendet. Um das traditionelle „Umschneiden“ durch Nachbargemeinden zu verhindern, wurde der Maibaum bis in die frühen Morgenstunden bewacht. Diese Nachtwache gehört für die Wiesener Jugend fest zum Brauchtum dazu und stärkt die Gemeinschaft innerhalb der Gruppe.