Oberwart: „StarJump“ boomt, aber Stadtrat berät über Kredit

Trampolinhalle

Die neue Trampolinhalle „StarJump“ in Oberwart hat sich in Rekordzeit zum Publikumsmagneten entwickelt. Ausgebuchte Sprungzeiten und Besucherströme aus der ganzen Region zeigen, dass das Konzept voll aufgeht. Doch hinter den Kulissen gibt es finanzielle Diskussionen. Der beliebte Flohmarkt kehrt zurück.

„StarJump“ will in Zukunft auch vermehrt mit Vereinen und Schulen kooperieren.

„StarJump“ will in Zukunft auch vermehrt mit Vereinen und Schulen kooperieren.

© BFKDO Oberwart

Im Grunde war es ein raketenhafter Start, den „StarJump“ verbuchen konnte. „Die Buchungslage ist hervorragend und zeigt die hohe Nachfrage dieser Attraktion im Burgenland und über die Grenzen hinaus“, erklärt Roland Poiger, Geschäftsführer der Inform Events GesmbH und für das Projekt verantwortlich. In der Trampolinhalle werden rund 1.500 Besucher:innen pro Woche gezählt. Und trotzdem suchte Poiger um einen Überbrückungskredit in Höhe von 300.000 Euro bei der Stadtgemeinde Oberwart an. „Als reine Vorsichtsmaßnahme“, wie Poiger betont.

„Inform Events sollte nicht nur auf Starjump reduziert werden, wenngleich es die gleiche Umsatzkurve hat, wie die Mieteinnahmen. Hauptgeschäft ist von September bis März. Unsere Einnahmen konzentrieren sich verstärkt auf die Wintermonate. Ich sehe mich als vorsichtiger Kaufmann, wie bei einer Baufirma, die ihre Mitarbeiter im Winter beschäftigen muss. Und genau so ist es bei meinen im Sommer“, erklärt Poiger, der auf eine sehr gute Auslastung der Messehallen hinweist. „Ab der Inform ist kein Wochenendtermin verfügbar. Meine Anfrage war ein Überziehungsrahmen, der im Fall der Fälle beansprucht werden sollte. Ich kann mit meinen Konten keinen Cent ins Minus gehen“, erklärt Roland Poiger. Und trotzdem wurde dieser Kredit vom Gemeinderat vorerst abgelehnt.

„Ich habe volles Vertrauen in den Geschäftsführer“, sagt Bürgermeister Georg Rosner. „Wir werden uns das in Ruhe anschauen, das ist so ähnlich wie bei einem Kassenkredit bei Gemeinden, der Ende des Jahres zurück bezahlt werden muss. Eine reine Vorsichtsmaßnahme, denn es geht um die ganze Liegenschaft, innen und außen“, sagt Georg Rosner.

„Wir wissen nicht wirklich, wie der Stand ist, wir wollen das im Stadtrat besprechen“, meint auch SPÖ-Vizebürgermeister Michael Leitgeb. „Die Halle ist ja gut besucht, da wollen wir schauen, ob es vielleicht wo hakt. Dass die Sommermonate schlecht sein könnten, das hat man vorher schon gewusst. Wir haben vollstes Vertrauen in die Geschäftsführung, aber das muss gut aufgearbeitet werden“, betont Michael Leitgeb.

Die Ablehnung im Gemeinderat ist für Poiger kein Beinbruch. „Weil es eine reine Vorsichtsmaßnahme ist“, betont der Inform Events-Geschäftsführer. „Wir haben einen guten Kontostand und ich weiß auch nicht, ob ich da noch einmal ansuche. Wir werden sehen, wie sich alles entwickelt. Dass die Eigentümer ein Recht auf Zahlen haben, ist klar, die sind auch jederzeit einsehbar“, sagt Roland Poiger und kündigt gleichzeitig die Rückkehr des überaus beliebten Flohmarktes beim Informgelände an.

„Mit dem Flohmarkt wird wieder geplant, der wird an jedem ersten Samstag im Monat zurück kommen. Also keinesfalls als Konkurrenz zu Kemeten“, sagt Poiger. Der Flohmarkt bringt der Gemeinde zusätzliche Einnahmen.