Sonnenmarkt Oberpullendorf: 22.000 Einkäufe in 2 Jahren

Unterstützungsmöglichkeit

Der Sonnenmarkt in Oberpullendorf feierte in der Vorwoche sein zweijähriges Bestehen und blickt auf eine positive Bilanz zurück.

Sozial-Landesrat Leonhard Schneemann, Volkshilfe Burgenland-Präsidentin Verena Dunst, Sonnenmarkt Oberpullendorf-Leiterin Susanna Weidinger, Volkshilfe Burgenland-stellvertretender Geschäftsführer Patrick Gober, Vizebürgermeister Nikolaus Dominkovits sowie die Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer bei der Zwei-Jahres-Feier des Sonnenmarktes in Oberpullendorf.

Sozial-Landesrat Leonhard Schneemann, Volkshilfe Burgenland-Präsidentin Verena Dunst, Sonnenmarkt Oberpullendorf-Leiterin Susanna Weidinger, Volkshilfe Burgenland-stellvertretender Geschäftsführer Patrick Gober, Vizebürgermeister Nikolaus Dominkovits sowie die Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer bei der Zwei-Jahres-Feier des Sonnenmarktes in Oberpullendorf.

© BVZ, Isabella Kuzmits

Als Teil des Sozialmarkt-Netzwerks der Volkshilfe Burgenland unterstützt der Sonnenmarkt einkommensschwache Menschen, indem er qualitativ hochwertige Lebensmittel und Hygieneartikel zu rund einem Drittel des handelsüblichen Preises anbietet. Seit der Eröffnung des ersten Sonnenmarktes in Oberwart im Jahr 2021 hat sich das Konzept etabliert. Mit weiteren Standorten in Oberwart, Güssing und Oberpullendorf sowie dem mobilen Sonnenmarkt im Bezirk Jennersdorf wurde eine breite Versorgung im Burgenland aufgestellt.

In Oberpullendorf verzeichnete man in den zwei Jahren des Bestehens mehr als 22.000 Einkäufe. Darunter entfallen rund 11.600 auf den Sonnenmarkt selbst, rund 7.600 auf die Schatzgrube (ein Second Hand-Shop mit Geschirr, Kleidung und weiteren Alltagsgegenständen, der sich unter dem selbem Dach befindet und in dem kein Einkommensnachweis notwendig ist, sowie rund 2.800 Einkäufe im Sonnenmarkt-Café ).

Unterstützungsmöglichkeiten vor Ort

„Der Sonnenmarkt ist viel mehr als ein Geschäft mit günstigen Lebensmitteln – er ist ein Symbol für Menschlichkeit, Solidarität und gelebte Nächstenliebe. Hier bekommen Menschen nicht nur das, was sie zum Leben brauchen, sondern auch das Gefühl, gesehen und respektiert zu werden. Wir wollen einen Ort schaffen, an dem jede und jeder mit Würde behandelt wird“, so Volkshilfe Burgenland-Präsidentin Verena Dunst, die auch besonders stolz darauf ist, „dass wir mit dem Sonnencafé und der Schatzgrube auch Räume der Begegnung geschaffen haben, in denen neue Freundschaften entstehen und das Gefühl von Gemeinschaft gestärkt wird. Gerade in Zeiten, in denen viele Menschen Angst vor steigenden Preisen haben, zeigt der Sonnenmarkt: Wir lassen niemanden zurück.“

Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur Armutsbekämpfung und wird maßgeblich vom Land Burgenland gefördert. „Wir sehen uns als Vorreiter für soziale Gerechtigkeit in ganz Österreich und bekämpfen Armut und Ungerechtigkeit mit konkreten sozialpolitischen Maßnahmen. Dazu zählen auch die Sonnenmärkte“, betonte Landesrat Leonhard Schneemann. Es sei kein Zufall, dass das Burgenland mit 6,4 Prozent die geringste Armutsgefährdung aller Bundesländer aufweise. „Das ist das Ergebnis einer erfolgreichen Sozial- und Wirtschaftspolitik. Das Burgenland bietet mit dem Wohnkosten- und Wärmepreisdeckel die beste Unterstützung gegen die Teuerung. Gratiskindergarten und Kinderkrippe, kostenlose Nachhilfe, Mindestlohn und viele andere Maßnahmen sind die beste Politik zur Vermeidung von Armut“, so Schneemann.

Wer kann im Sonnenmarkt einkaufen?

Im Sonnenmarkt einkaufen können jene Personen (mit einem Einkommensnachweis), die als Einpersonenhaushalt ein Einkommen bis zu 1.661 Euro (netto) haben. Bei Zweipersonenhaushalten beträgt die Grenze 2.492 Euro. Der Rahmen für jede weitere erwachsene Person im Haushalt liegt bei + 831 Euro und für jedes Kind bei + 498 Euro (netto).

Volkshilfe Burgenland-Präsidentin Verena Dunst sowie Landesrat Leonhard Schneemann dankten allen Mitarbeitern sowie ehrenamtlichen Helfern, die sich in den vergangenen beiden Jahren für den Sonnenmarkt Oberpullendorf eingesetzt haben: „Ohne ihre Hilfe wäre dieses wichtige Projekt nicht möglich gewesen. Gemeinsam werden wir weiterhin für jene Menschen da sein, die unsere Unterstützung brauchen.“

Raum für Kunst

Am Freitag fand auch die Vernissage von Künstlerin Anita Leser im Sonnenmarkt statt. Bis Anfang November werden 13 Bilder (Öl auf Leinwand) ausgestellt und können zu den Öffnungszeiten des Sonnenmarktes besichtigt werden. Der Reinerlös von einem der Bilder kommt auch dem Sonnenmarkt zu Gute.

Marktleiterin Susanna Weidinger informierte darüber, dass man nun öfter Ausstellungen in den Sonnenmarkt integrieren möchte. Auch Lesungen sollen in unregelmäßigen Abständen stattfinden.