Frauenkirchen: Pausenhof der Mittelschule mit Graffiti beschmiert
Vandalismus
Am vergangenen Wochenende wurden im Pausenhof der Mittelschule und Volksschule Frauenkirchen zahlreiche Oberflächen mit Graffiti beschmiert.
Gebäude, Tore, Stiegengeländer, Rampen und Hausmauern wurden verunstaltet.
© Klaus Zwinger
In der Nacht von Samstag auf Sonntag ist es im Pausenhof der Mittelschule und Volksschule Frauenkirchen zu einer schweren Sachbeschädigung in Form von Graffiti-Schmierereien gekommen. Neben diversen Fußball-Botschaften wurden auch Hakenkreuze und andere menschenverachtende Inhalte auf den öffentlichen Gebäuden angebracht, die Personen aufgrund ihrer Hautfarbe oder Herkunft ausgrenzen. Bürgermeister Hannes Schmid zeigt sich erschüttert über den Vorfall, er spricht von einem „tiefgreifenden kulturellen und menschlichen Affront“.
„Als Bürgermeister bin ich darüber nicht nur empört, sondern auch persönlich tief getroffen. Unsere Stadtgemeinde steht für Vielfalt, Respekt, Miteinander und Wertschätzung - diese Werte wurden durch diese Tat in schockierender Weise verletzt. Ich empfinde Scham und Wut zugleich, dass solch ein Gedankengut auf diese Weise öffentlich sichtbar gemacht wurde.“ Aus polizeitaktischen Gründen bittet er um Verständnis, derzeit keine näheren Angaben zum Stand der Ermittlungen zu machen.
Der Kostenaufwand für die Reinigung und Wiederherstellung der betroffenen Objekte wird enorm sein und sich voraussichtlich im mittleren fünfstelligen Bereich bewegen. Nun geht es auch darum, die Schmierereien schnellstmöglich entfernen zu lassen: schon am 29. Mai steht in Frauenkirchen die Erstkommunion an und Schmid will „den Kindern der Volksschule, ihren Erziehungsberechtigten und Familien nicht zumuten, ihre festliche Erstkommunion in einem Umfeld zu beginnen, das durch Hassbotschaften entstellt wurde“.
Die Redaktion hat sich aus moralischen Gründen dazu entschieden, nicht alle Bilder der Graffiti auf der Homepage der BVZ zu veröffentlichen.