Für Vereine und Events: Parndorf feiert Eröffnung der „Arena 7111“
Veranstaltungszentrum
Mit einer festlichen Zeremonie wurde am Samstag die neue Veranstaltungshalle „Arena 7111“ in Parndorf offiziell eröffnet. Das Gebäude soll künftig rund zwanzig Vereinen Raum bieten und wird als Ort der Begegnung, Bewegung und Beteiligung verstanden. Viele Vereine präsentierten sich und ihr Angebot bei der Eröffnungsfeier.
Eröffnung "Arena 7111" in Parndorf: OSG-Vorstand Alfred Kollar, Bürgermeister Wolfgang Kovacs, Landesrätin Daniela Winkler und Vizebürgermeister Wolfgang Daniel
© Novak, Christoph Novakchristoph@werbec
Mit der „Arena 7111“ erhält Parndorf ein multifunktionales Zentrum, das in enger Zusammenarbeit mit den örtlichen Vereinen geplant wurde. Das Veranstaltungs- und Vereinshaus hat eine Nutzfläche von 2800 Quadratmetern und inkludiert eine 600 Quadratmeter große Sport- und Veranstaltungshalle, die sich flexibel unterteilen lässt und für Veranstaltungen mit bis zu 450 Gästen Platz bietet.
© Birgit Böhm-Ritter
Bei der Eröffnungsfeier berichtete Bürgermeister Wolfgang Kovacs (LIPA), dass es von der ersten Idee bis zur Fertigstellung fast 14 Jahre gedauert habe: Es sei eine „schwere Geburt“ gewesen, immer wieder sei das Projekt verschoben wurden, weil noch dringendere Infrastrukturprojekte vorgezogen werden mussten. „Wir sind eine sehr dynamische Gemeinde, die ständig wächst. In meiner Amstzeit musste die Volksschule drei Mal erweitert, ein dritter Kindergarten gebaut und ein weiterer vergrößert sowie ein Zubau für das Feuerwehrhaus errichtet werden.“
Ein Haus für Vereine, Jugend und Gemeinschaft
Als das Vereinshaus endlich geplant wurde, erschwerten Corona-Pandemie und die folgende Baukostenexplosion erneut die Umsetzung des Baus. 2022 begann man in Parndorf schließlich doch mit den Bauarbeiten, allerdings wurden die ersten Pläne überarbeitet und das Projekt verkleinert, eine Tiefgarage gestrichen.
Errichtet wurde die Arena von der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG). Die Gesamtkosten von rund sieben Millionen Euro trägt zunächst die OSG. Die Gemeinde mietet das Gebäude im Rahmen eines Miet-Kauf-Modells.
Die OSG ist seit 30 Jahren in Parndorf präsent. Bürgermeister Kovacs und OSG-Vorstand Alfred Kollar lobten bei der Eröffnungsfeier die langandauernde gute Zusammenarbeit. Kollar betonte, dass die Errichtung der ARENA 7111 fast ausschließlich mit burgenländischen Firmen umgesetzt worden sei.
Ende 2024 zogen bereits die ersten Vereine in das neue Gebäude ein. Darunter zwei Jiu-Jitsu-Vereine, der Rock-’n’-Roll-Club und der Laufverein. Zuvor waren sie in der Volksschule untergebracht, deren Nutzung durch die Nachmittagsbetreuung bis 18 Uhr zunehmend eingeschränkt war.
Mittlerweile ist die ARENA 7111 im Vollbetrieb. „Durch die neuen Möglichkeiten sind neue Angebote der Vereine entstanden, es hat sich mit dem Tischtennis-Verein auch ein komplett neuer Verein gegründet“, so Bürgermeister Kovacs. Die ARENA mache die Gemeinde zukunftsfit. Den Vereinen komme eine große Bedeutung in der Gemeinde zu: „Wir sind ein buntes Dorf, in dem 50 verschiedene Nationen leben. Die Vereine haben hier eine besonders große Bedeutung für die Integration.“
Zukunftsweisende Infrastruktur mit Beteiligung der Bevölkerung
Die Arena entstand unter Einbindung zahlreicher Vereine, die ihre Anforderungen und Ideen von Beginn an einbrachten. Dieses partizipative Vorgehen lobte auch Landesrätin Daniela Winkler (SPÖ) bei der Eröffnung: „Ein Paradebeispiel für echte Bedarfsorientierung.“ Die Halle sei nicht nur funktional, sondern auch ein Symbol für Zusammenhalt und Verantwortungsbewusstsein in der Gemeinde. Auch Kinder und Jugendliche sollen besonders profitieren – durch sportliche und soziale Angebote, die sinnvolle Freizeitgestaltung ermöglichen.
Landesrätin Daniela Winkler sprach von einem Meilenstein für das gesellschaftliche Leben der Gemeinde. Der Standort nahe Schule, Kindergarten und Stadion unterstreicht den integrativen Anspruch des Projekts.
Landtagsabgeordneter Gerald Handig (ÖVP) betonte den Stellenwert des Vereins- und Veranstaltungszentrums als Treffpunkt, wo das soziale Miteinander in der Gemeinde aufrechterhalten werden kann. Denn das würde in der heutigen Zeit in vielen Gemeinden zurückgehen.