„Bitte langsamer“ - Plakataktion zu Schulbeginn
Verkehr
900 Plakate wurden anlässlich des Schulbeginns im Burgenland aufgestellt, um die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer auf die Kinder zu lenken.
Sabine Kaulich (KFV), Landesrat Heinrich Dorner, Stoobs Bürgermeister Bruno Stutzenstein, Stefan Glauber und Franz Trimmal von der Landesverkehrsabteilung sowie Bernd Toplak von der AUVA mit David, Florian, Mateo und Ben.
© Elisabeth Tritremmel
Mit dem Schulstart steigt auch die Unfallgefahr. Um die jüngsten Verkehrsteilnehmenden auf dem Weg zur Schule zu schützen, appellieren AUVA (Allgemeine Unfallversicherungsanstalt) und KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) in Kooperation mit dem Land Burgenland mit einer bundesweiten Plakataktion auch heuer wieder für mehr Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme gegenüber Kindern im Straßenverkehr.
Im Burgenland wurden 900 Aktionsplakate mit dem Slogan „Achtung Schule, bitte langsamer“ an die Gemeinden verteilt, österreichweit sind es insgesamt 7.800 Plakate. Verkehrslandesrat Heinrich Dorner meint dazu: „Die Sicherheit unserer Kinder hat höchste Priorität. Jeder Unfall auf dem Schulweg ist einer zu viel. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass Fahrzeuglenkende im Umfeld von Schulen besonders aufmerksam, langsam und rücksichtsvoll unterwegs sind. Diese Verantwortung gilt zum Schulstart ebenso wie an jedem anderen Schultag.“
Im Jahr 2025 wurden im Burgenland bei sieben Verkehrsunfällen insgesamt sieben Schüler:innen auf ihrem Weg von bzw. zur Schule teils schwer verletzt. „Die Zahl der Schulwegunfälle hat sich gegenüber dem Vorjahr von drei auf sieben erhöht.“, mahnt Sabine Kaulich, Verkehrsexpertin des KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit). „Fahrzeuglenkende sollen sich daran erinnern, dass Kinder vom Vertrauensgrundsatz ausgenommen sind. Vor allem im Bereich der Schule gilt: Langsamer fahren, Vorsicht walten lassen und für die Kinder mitdenken.“
Für Kinder gilt es, im Straßenverkehr viele Herausforderungen zu bewältigen: Im Gegensatz zu Erwachsenen können sie Geschwindigkeiten schwerer einschätzen oder Verkehrsregeln noch nicht sicher einordnen und sind auch leichter ablenkbar. Mit einer vorausschauenden und aufmerksamen Fahrweise und reduzierter Geschwindigkeit können Fahrzeuglenkende die Sicherheit der jüngsten Verkehrsteilnehmenden deutlich erhöhen. Eltern können zusätzlich unterstützen, indem sie den Schulweg vorab mit ihren Kindern üben und gemeinsam auf mögliche Gefahrenstellen achten.
„Die Plakate sollen alle Verkehrsteilnehmenden daran erinnern, dass sie das Verletzungsrisiko im Straßenverkehr reduzieren, wenn sie ihr Fahrverhalten entsprechend anpassen. Nur durch mehr Rücksichtnahme und erhöhte Vorsicht schaffen wir es, die Unfallzahlen von Kindern im Straßenverkehr zu senken“, appelliert Mario Watz, Obmann der AUVA.