Meilenstein: Die S7 wird nun ganz komplett
Verkehrsfreigabe
Am 19. September wird nun auch der Ostabschnitt der Fürstenfelder Schnellstraße offiziell eröffnet. Die 28 Kilometer lange Verbindung von Ilz bis zur Grenze bei Heiligenkreuz schließt das Burgenland an die ungarische M 80 an – ein Infrastrukturprojekt, das das Südburgenland nachhaltig verändern wird. Gefeiert wird in Heiligenkreuz.
Der Ostabschnitt der S 7 wird nun ebenfalls freigegeben.
© Langhans Fürstenfeld
Knapp eineinhalb Jahre nach der Teilfreigabe des Westabschnittes ist es nun soweit: Die S7 Fürstenfelder Schnellstraße geht auf ihrer gesamten Länge in Betrieb. Was jahrzehntelang geplant wurde und umstritten war, mündet nun in einer neuen Verkehrsachse von Riegersdorf bei Ilz bis zur Grenze bei Heiligenkreuz. Dort schließt die Straße an die ungarische M 80 an und schafft damit eine direkte Verbindung nach Westungarn.
Gesamteröffnung und Umweltbilanz
Der Westabschnitt von Riegersdorf bis Dobersdorf (14,8 km) ist seit März offen, nun folgt der 13,5 Kilometer lange Ostteil. Er führt vom Tunnel Rudersdorf nördlich an Dobersdorf, Königsdorf, Eltendorf und Poppendorf vorbei bis zur Grenze. Herzstück ist die rund 700 Meter lange Unterflurtrasse bei Königsdorf. Damit schließt die S7 die Lücke bis Heiligenkreuz und verbindet den Knoten Riegersdorf an der A2 direkt mit der ungarischen M80. „Die Fertigstellung der S7 ist ein Startschuss für Wertschöpfung, neue Chancen und nachhaltige Weiterentwicklung in unserer Region“, sagt SPÖ Bezirk Jennersdorf-Chef Fabio Halb. „Sie ist weit mehr als nur ein Beitrag zur Verkehrssicherheit oder eine Erleichterung für die vielen Pendlerinnen und Pendler: Die S7 ist ein zentraler Verbindungsknoten für Wirtschaft, Betriebe und Arbeitsplätze im Landessüden. Alle 12 Gemeinden im Bezirk stehen geschlossen hinter dem Businesspark und der S7, um gemeinsam von dieser Entwicklung zu profitieren“, so Halb über die Eröffnung der Schnellstraße, die er selbst mehrmals wöchentlich nutzt.
Umwelt und ÖKO-Bilanz im Fokus
Zur Gesamtfreigabe gehört auch die Umweltbilanz. Laut ASFINAG wurde der Bau von umfassenden Ausgleichsmaßnahmen begleitet. Auf 530 Hektar – mehr als das Sechsfache der Schnellstraßen-Fläche – entstanden Aufforstungen mit robusten heimischen Bäumen, Wiesen für bedrohte Tierarten, Brutstätten für seltene Vögel sowie neue Gewässer für Amphibien. Die S7 gilt damit als Vorzeigeprojekt im Hinblick auf ökologische Begleitmaßnahmen.
Festakt erfolgt in Heiligenkreuz
Gefeiert wird am Freitag, 19. September, ab 14 Uhr am Grenzparkplatz in Heiligenkreuz. Die ASFINAG lädt zur offiziellen Gesamtverkehrsfreigabe – mit hochrangigen Gästen aus Politik, Wirtschaft, den Blaulichtorganisationen und den Gemeinden entlang der Strecke. Bundesminister Peter Hanke, der ungarische Staatssekretär Zsolt V. Nemeth, die Landeshauptleute Hans Peter Doskozil und Mario Kunasek, die Verkehrslandesräte Heinrich Dorner und Claudia Holzer sowie die Vorstände und Geschäftsführer der ASFINAG haben ihr Kommen zugesagt. Bürgermeister EdiZach wird die Gäste in seiner Gemeinde begrüßen. „Für Heiligenkreuz im Lafnitztal und die gesamte Region hat die S7 große Bedeutung. Sie sorgt für mehr Verkehrsberuhigung und Sicherheit in unserer Gemeinde und stärkt gleichzeitig die Standortqualität. Wir setzen darauf, dass auch das Interesse an unserem Wirtschaftspark weiter steigt. Mit der Fertigstellung findet die lange Geschichte der S7 nun ihren erfolgreichen Abschluss – eine klare Investition in die Zukunft.“ sagt Bürgermeister Edi Zach.