Straßennamen: Knappes Nein in Hackerberg

Volksabstimmung

Zwei Jahre lang wurde diskutiert, gestritten und argumentiert. Am Ende war die Bevölkerung von Hackerberg gefragt und letztendlich waren es nur zwei Stimmen, die entschieden.

Der Gemeinderat von Hackerberg konnte den Wunsch nach Straßennamen und burgenländischer Postleitzahl nicht durchsetzen.

Der Gemeinderat von Hackerberg konnte den Wunsch nach Straßennamen und burgenländischer Postleitzahl nicht durchsetzen.

© Unger

Zwei Jahre Diskussionen, eine verschobene Abstimmung und am Ende ein Ergebnis, das knapper kaum sein könnte: Mit 160 zu 158 Stimmen sprach sich die Bevölkerung gegen die Einführung von Straßennamen und eine burgenländische Postleitzahl aus. Damit bleibt in Hackerberg alles beim bisherigen System – die Häuser tragen weiterhin ausschließlich ihre Nummern.

Die Volksabstimmung markiert den Schlusspunkt eines Konflikts, der die Gemeinde über lange Zeit hinweg beschäftigte. Hackerberg ist eine Besonderheit im Bezirk Güssing, denn die Gemeinde hat bis heute eine steirische Postleitzahl. Der Gemeinderat wollte diese ändern und in diesem Zuge auch Straßennamen einführen. Was als organisatorischer Schritt gedacht war, entwickelte sich rasch zu einem emotional geführten Thema.

Eine Bürgerinitiative stellte sich gegen die geplanten Änderungen. Diskussionen wurden geführt, Argumente ausgetauscht und Positionen bezogen. Für viele ging es dabei nicht nur um Adressen, sondern auch um Gewohntes und die Frage, ob Veränderungen notwendig sind. Auch der Weg zur Abstimmung selbst verlief nicht ohne Hürden. Bereits im Juli 2025 hätte die Bevölkerung entscheiden sollen, doch juristische Fragen führten damals zur Absage. Nun wurde die Entscheidung nachgeholt.

Rund 350 Bürger:innen waren stimmberechtigt und entschieden letztlich mit dem knappesten aller möglichen Ergebnisse. Für die Gemeinde ist das Thema Straßenbezeichnung abgeschlossen. Das Wahlergebnis wird zur Kenntnis genommen.