Nickelsdorf: Investitionen der Grenzgemeinde
Voranschlag 2026
Noch im Dezember wurde der Budgetvoranschlag 2026 der Großgemeinde Nickelsdorf mehrheitlich mit den Stimmen von SPÖ und ÖVP beschlossen. Allein die FPÖ stimmte dagegen.
Ein Projekt über zwei Jahre: Für die Neugestaltung des Gemeindeamt-Vorplatzes wurden heuer 150.000 Euro veranschlagt.
© zVg / Gemeinde Nickelsdorf
Anders als so manch andere Gemeinde im Bezirk sieht sich Nickelsdorf finanziell derzeit in keiner unmittelbar prekären Lage. Gebührenerhöhungen spielen im Budgetvoranschlag für das Jahr 2026 insofern kaum eine Rolle (einzig die Abfallsammelstellengebühr wird erstmalig auch für Wohnungen eingehoben) und auch so manche kleinere Investition fand ihren Weg ins Budget.
Die größte darunter soll mit der Neugestaltung des Vorplatzes des Gemeindeamts über den Zeitraum von zwei Jahren erfolgen. Allein für dieses Jahr wurden 150.000 für das Projekt veranschlagt, die Finanzierung soll über eine Bedarfszuweisung des Landes Burgenland erfolgen.
Darüber hinaus sollen Straßensanierungen in der Höhe von rund 37.500 Euro umgesetzt werden und auch im Bereich Abwasserbeseitigung wurde ein Betrag in der Höhe von 30.000 Euro veranschlagt. Außerdem soll im Friedhof der Gemeinde eine neue doppelte Urnenwand errichtet werden. Dafür wurden rund 20.000 Euro veranschlagt.
Das von Bund, Land und EU mit 75 Prozent geförderte Projekt "Natur in Sicht" lief im vergangenen Jahr aus und wird nun, wenn auch mit gekürztem Projektvolumen, für einige weitere Jahre laufen. Die Großgemeinde Nickelsdorf hat für die Jahre 2026 bis 2028 10.000 Euro dafür veranschlagt und erwartet, 50 Prozent aus Förderungen wieder zurückzuerhalten.
Die angeführten Investitionen der Gemeinde konnten so weit ohne Darlehen geplant werden. Für den Fall, dass im Laufe der nächsten Monate noch ein weiteres Projekt relevant wird, behält sich die Gemeinde vor, den Haushaltsplan über einen Nachtragsvoranschlag entsprechend anzupassen.
Kritik am Voranschlag kam von Manuel Limbeck (FPÖ). Er sprach auf Anfrage davon, dass vieles schöngeredet werde und die Ertragsanteile des Landes Burgenland immer weniger würden.