ÖVP-Vorschlag: 10.000 Euro Startkapital für das erste Eigenheim
Vorstoß für junges Wohnen
Die ÖVP Burgenland fordert finanzielle Unterstützung seitens des Landes beim Bau des ersten Eigenheims. Kritik gab's wieder am Verkauf der Wohnbaudarlehen; das wird von der SPÖ mit Verweis auf die Entlastung der Häuslbauer zurückgewiesen.
Gemeinsame Forderung. JVP-Landesobmann Daniel Heintz und Klubobmann Bernd Strobl (v.l.).
© Wolfgang Millendorfer
Junge Menschen sollen ein Startkapital von 10.000 Euro erhalten, um sich etwas aufbauen zu können, forderten ÖVP-Klubobmann Bernd Strobl und JVP-Landesobmann Daniel Heintz bei ihrem gemeinsamen Auftritt. Strobl kritisierte außerdem, dass dem Land durch das Angebot zur vorzeitigen, vergünstigten Rückzahlung der Wohnbaudarlehen nach Rechnung der ÖVP rund 200 Millionen Euro entgehen würden: „Mit der Summe hätten 20.000 Eigenheime gefördert werden können.“
Die Aktion für Darlehensnehmer - für die das natürlich positiv sei - habe das Land gestartet, „um schnell an Geld zu kommen“, meint die ÖVP. Dieses Geld fehle künftig für Wohnbau, Sanierungen und leistbares Wohnen, so Strobl. Außerdem will die ÖVP prüfen, wie eine Eigenkapital-Garantie des Landes helfen könnte, wenn eine solide und leistbare Finanzierung ausschließlich am fehlenden Eigenkapital scheitert.
„Wir wollen keine riskanten Kredite ermöglichen. Aber ein junger Mensch mit solidem Einkommen soll nicht deshalb am ersten Eigenheim scheitern“, sagte JVP-Landesobmann Daniel Heintz.
SPÖ-Wohnbausprecher Kilian Brandstätter wies die Kritik an der vorzeitigen, vergünstigten Rückzahlung der Wohnbaudarlehen in einer schriftlichen Stellungnahme zurück. Dadurch seien fast 12.700 Burgenländerinnen und Burgenländer um rund 85 Millionen Euro entlastet worden. Das Geld sei somit nicht verschwunden, sondern bei Menschen geblieben, „die sich ein Haus gebaut oder Wohnraum geschaffen haben“, betonte Brandstätter.