Die Pöttschinger ÖVP setzt auf Claudia Weinzettl
Wahlen 2027
Vizebürgermeisterin Claudia Weinzettl führt die Partei als Spitzenkandidatin für die Gemeinderatswahlen im kommenden Jahr ins Rennen und spricht über ihre politischen Schwerpunkte sowie ihre Vision für die Gemeinde in der traditionellen SPÖ-Hochburg.
Claudia Weinzettl ist seit 2017 im Gemeinderat vertreten. Im kommenden Jahr tritt sie zum ersten Mal als Spitzenkdandidatin bei den Gemeinderatswahlen an.
© zVg
Seit 2017 ist die gebürtige Eisenstädterin im Pöttschinger Gemeinderat tätig. Nachdem Erwin Marchhart als Vizebürgermeister zurückgetreten ist, hat sie die Partei im März 2025 übernommen. „Ich habe aber von Anfang an gesagt: Ich übernehme diese Aufgabe nur, wenn das gesamte Team geschlossen hinter dieser Entscheidung steht.“ Erst nachdem ihr alle ÖVP-Gemeinderäte ihre Unterstützung zugesichert hatten, habe sie Verantwortung übernommen.
Die vergangenen Monate als Vizebürgermeisterin beschreibt Weinzettl als besonders intensiv. Sie habe zahlreiche Veranstaltungen besucht, Vereine und Betriebe kennengelernt und den direkten Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern gesucht. „Ich war unzähligen Veranstaltungen unterwegs und habe in diesem Jahr wahrscheinlich mehr Menschen kennengelernt als in den 19 Jahren davor“, erzählt sie.
Obwohl sie mittlerweile seit fast 20 Jahren in Pöttsching lebt, werde sie von manchen noch immer als „neu“ wahrgenommen. Gerade diese intensive Präsenz in der Gemeinde habe ihr viele neue Einblicke verschafft. Die Gespräche mit den Menschen hätten ihr gezeigt, wo der Handlungsbedarf liege und welche Anliegen die Bevölkerung beschäftigten. Diese Erfahrungen möchte Weinzettl nun in den bevorstehenden Bürgermeisterwahlkampf mitnehmen.
Kürzlich wurde beschlossen, dass sie als Spitzenkandidatin für die Gemeinderatswahlen antritt. Für die Wahl im kommenden Jahr setzt Weinzettl auf drei zentrale Themen: Bildung, fürsorgliches Miteinander und eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde. Als Pädagogin liege ihr vor allem die Zukunft der Bildungs- und Betreuungseinrichtungen am Herzen. Kindergärten, Kinderkrippe und Schulen müssten an die zunehmenden Hitzebelastungen angepasst werden. „Ich möchte, dass unsere Bildungseinrichtungen nicht nur pädagogisch gut aufgestellt sind, sondern auch klimafit werden – mit mehr Schatten, kühleren Gruppenräumen, mehr Grün und Trinkmöglichkeiten“, erklärt sie. Ein „Hitzeschutz-Check“ für den Kindergarten soll aufzeigen, wo Verbesserungen möglich sind. Dabei setzt sie auf schrittweise Maßnahmen und die Nutzung von Förderungen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist für Weinzettl der verantwortungsvolle Umgang mit den Gemeindefinanzen. Aus ihrer Sicht müsse die Gemeinde bei Investitionen klare Prioritäten setzen. Rückblickend ist sie überzeugt, dass sich bei einzelnen Projekten Geld hätte sparen lassen. Langfristig möchte Weinzettl außerdem die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde stärken. Bestehende Betriebe sollen unterstützt, neue Unternehmen angesiedelt und die Nahversorgung gesichert werden. „Zu guter Gemeindepolitik gehört nicht nur, aktuelle Probleme zu lösen, sondern auch darauf zu schauen, wovon Pöttsching in zehn Jahren leben kann“.