Kölly will im Bund antreten - und im Burgenland Allianzen suchen
Wahlkampf-Ankündigungen
Mit dem neuen Parteibündnis „Die Gelben“ will der frühere Landespolitiker zur Nationalratswahl antreten, und auch danach will's Manfred Kölly nochmal wissen: Für die Landtagswahl 2025 gebe es bereits „gute Gespräche“, verrät Kölly auf BVZ-Anfrage, unter anderem auch mit seinem ehemaligen FPÖ-Kollegen Géza Molnár.
Manfred Kölly: "Ich muss nichts mehr werden, aber ich will etwas verändern."
© Archiv, Wolfgang Millendorfer
Auf der Webseite der „Gelben“ ist Manfred Kölly bereits als Burgenland-Kontakt angeführt, an der Seite von Partei-Sprecher Martin Gollner nimmt er am Donnerstag bei der ersten großen Pressekonferenz im Wiener Café Landtmann Platz. Nach seiner Zeit im Landtag (als FPÖ-Klubobmann und später als Chef der Liste Burgenland) und einem Ausflug in den Nationalratswahlkampf 2008 (auf der Liste von Fritz Dinkhauser) tritt Kölly damit wieder auf die Politbühne.
Der frühere Langzeit-Bürgermeister aus Deutschkreutz hatte es nach dem Abschied aus dem Landtag und einem Verfahren zu Manipulationsvorwürfen bei der Gemeinderatswahl ruhiger angehen lassen, ebenso wie die LBL als Zusammenschluss der Bürgerlisten auf Landesebene. Dennoch hat er sich bis zuletzt aber immer wieder auch politisch zu Wort gemeldet. Er müsse „nichts mehr werden“, sagt Kölly heute im BVZ-Gespräch zu seinem Comeback, „aber ich will, dass eine neue Richtung eingeschlagen wird“.
Dabei nimmt er nun sowohl Bund und EU, als auch das Land in die Pflicht: Vom Gesundheitssystem über die Teuerung bis zur Bildung sieht Kölly Verbesserungspotenzial; mit den „Gelben“, die unter anderem auch gegen das Covid-Maßnahmengesetz auftreten, seien neue Mitstreiter auf ihn zugekommen. Im Burgenland sollen es noch mehr werden, kündigt Kölly an. Jetzt geht es zunächst um das Ziel der ausreichenden Unterstützung für einen Antritt zur Nationalratswahl.
© Wolfgang Millendorfer
Im Land sollen parallel dazu die Netzwerke mit Blick auf die Wahl im Jänner 2025 zusammenlaufen. Geht es nach Manfred Kölly, könnten sich auch hier unterschiedlichste Persönlichkeiten finden, die gemeinsam „gegen die absolute SPÖ-Mehrheit“ anreten. Ob es ein neues Bündnis mit anderen Listen geben wird, ist noch offen, aber möglich sei alles, sagt er.
Auf die naheliegende Frage, ob es auch Gespräche mit seinem ehemaligen FPÖ-Parteikollegen Géza Molnár gebe, meint Kölly, es gebe „guten Kontakt“. Wie berichtet, will der 2021 aus der FPÖ ausgeschlossene Landtagsabgeordnete Molnár mit seiner eigenen Liste zur Wahl antreten. Auf die Art der möglichen Kooperationen will er sich noch ebensowenig festlegen. Köll drückt es so aus: In den kommenden Wochen werde man sich „alles in Ruhe anschauen, dann werden wir sehen, in welche Richtung es geht“.