Bundesminister Totschnig besucht Zicksee: Wasser als Zukunftsfrage

Wassermanagement

Bundesminister Norbert Totschnig informierte sich bei einem Lokalaugenschein in St. Andrä am Zicksee über die angespannte Wassersituation im Seewinkel. Im Zentrum standen Gespräche mit Gemeinde- und Wasserverantwortlichen über nachhaltige Bewässerung und den Schutz des Naturraums. Ziel ist ein gemeinsames Vorgehen zur langfristigen Sicherung der Wasserressourcen.

Bundesminister Norbert Totschnig (r.) mit Bürgermeister Martin Öhler beim Lokalaugenschein am Zicksee.

Bundesminister Norbert Totschnig (r.) mit Bürgermeister Martin Öhler beim Lokalaugenschein am Zicksee.

© Gemeinde St. Andrä/Zicksee, Rene Hemerka

Wasser als zentrales Thema im Seewinkel

Am Montagabend besuchte Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) die Gemeinde St. Andrä am Zicksee. Der Fokus lag auf den Folgen des Klimawandels für die Region und den damit verbundenen Herausforderungen im Wassermanagement. Der Zicksee, einst Kurort, zählt heute zu den artenreichsten Vogelhabitaten Österreichs und ist als Natur- und Erholungsraum von großer Bedeutung für die Bevölkerung, die Landwirtschaft und den Tourismus.

„Der Erhalt des Zicksees ist für unsere Gemeinde von zentraler Bedeutung – ökologisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich“, sagte Bürgermeister Martin Öhler. Er forderte mehr Unterstützung durch Bund und Land, um langfristig Lösungen für eine nachhaltige Wasserführung zu sichern. Ohne konkrete Maßnahmen sei der Fortbestand des Naturraums gefährdet.

Nachhaltige Nutzung im Fokus

Minister Totschnig betonte in seiner Stellungnahme die Folgen des Klimawandels: „Die Auswirkungen des Klimawandels sind für die Landwirtschaft und den Wasserhaushalt dieser Region sehr relevant.“ Ein zentrales Anliegen sei es, die verfügbaren Wasserressourcen effizient und verantwortungsvoll zu nutzen. Ziel sei ein „Schulterschluss zwischen Landwirtschaft und Wasserwirtschaft“, um die Versorgung mit regionalen Lebensmitteln ebenso zu sichern wie den Schutz natürlicher Lebensräume.

Ein besonderes Augenmerk lag auf der ganzjährigen Verfügbarkeit von Wasser – ein entscheidender Faktor für Landwirtschaft, Biodiversität und Freizeitwirtschaft. Laut Minister Totschnig brauche es vorausschauendes Handeln und das nötige Bewusstsein bei allen, die Wasser in der Region nutzen.

Arbeitstreffen mit Wassergenossenschaften

Bundesminister Totschnig besucht Zicksee: Wasser als Zukunftsfrage

© Gemeinde St. Andrä/Zicksee, Rene Hemerka

Im Anschluss an den Lokalaugenschein fand ein Arbeitstreffen mit Vertreterinnen und Vertretern der regionalen Wassergenossenschaften statt. Diskutiert wurden Maßnahmen zur Entwicklung eines langfristigen Konzepts, das den Grundwasserspiegel stabilisieren und ein intelligentes Wassermanagement ermöglichen soll. Damit soll nicht nur die landwirtschaftliche Nutzung auch in Zukunft gesichert, sondern auch der Erhalt umliegender Feuchtgebiete und Lacken gefördert werden.

Ziel der Beteiligten ist es, die Widerstandsfähigkeit der Region gegenüber klimatischen Veränderungen zu erhöhen und die Lebensqualität sowie die Artenvielfalt im Seewinkel zu erhalten.