Millionen-Investitionen stärken Wasser-Infrastruktur im Südburgenland
Wasserwirtschaft
Im Rahmen der bundesweiten Wasserwirtschaftsoffensive fließen 10,1 Millionen Euro an Fördermitteln ins Burgenland. Im Südburgenland profitieren die Gemeinden Oberwart, Großpetersdorf, Jabing, Miedlingsdorf, Unterwart und Königsdorf von dringend notwendigen Projekten im Bereich Wasserversorgung, Kanal und Hochwasserschutz.
Von den 10,1 Millionen im Burgenland, gehen 3,2 Millionen in den Landessüden.
© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtsc
Im Südburgenland gibt es insgesamt 43 Wasserwirtschaftsprojekte mit Investitionskosten von rund 10,3 Millionen Euro, für die eine Bundesförderung von rund 3,2 Millionen Euro zugesagt wird. Gefördert werden Vorhaben, die für Gemeinden in der Region längst überfällig sind: neue Leitungen, sichere Hochbehälter, ein besserer Schutz vor Überschwemmungen.
Die Projekte im Detail
- 22 Abwasserentsorgungsprojekte mit Investitionskosten von 4,9 Millionen Euro und einer Förderung von rund 1,1 Millionen Euro
- 15 Trinkwasserversorgungsprojekte mit Investitionskosten von 3,4 Millionen Euro und einer Förderung von 890.000 Euro
- 6 Projekte im Bereich Hochwasserschutz mit Investitionskosten von rund 2 Millionen Euro und einer Förderung von 1,2 Millionen Euro
Ein besonders umfassendes Projekt wird in Großpetersdorf realisiert. Im Ortsteil Miedlingsdorf entsteht ein neuer Hochbehälter zur Trinkwasserversorgung, der für Versorgungssicherheit in der Region sorgen soll. Zwei Millionen Euro werden hier investiert, 500.000 Euro übernimmt der Bund.
Ein weiteres Projekt betrifft den Hochwasserschutz in Oberwart, Unterwart und Jabing. Hier lässt das Land Burgenland einen Gefahrenzonenplan für die Pinka und ihre Zubringer ausarbeiten. Die gesamten Kosten von 320.000 Euro werden zur Gänze durch Bundesmittel abgedeckt. Solche Planungen sind oft unscheinbar, bilden aber die Grundlage für künftige bauliche Maßnahmen, mit denen gefährdete Siedlungsbereiche besser geschützt werden sollen.
Auch in Königsdorf wird in die Zukunft investiert: Die Gemeinde lässt einen Leitungskataster für das gesamte Ortsgebiet erstellen – ein wichtiger Schritt für den Überblick und die Pflege der bestehenden Infrastruktur. Unterstützt wird das Vorhaben mit knapp 50.000 Euro.
Moderne Infrastruktur für steigende Herausforderungen
„Wasser ist unsere wertvollste Ressource und sichert Österreichs Lebensqualität“, sagt Bundesminister Norbert Totschnig, verweist auf die steigenden Herausforderungen durch den Klimawandel – von Trockenphasen bis zu Starkregen – und sieht in den aktuellen Investitionen einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Absicherung.
Mit den heuer umgesetzten Projekten wird nicht nur moderne Infrastruktur geschaffen. Es geht auch um regionale Wertschöpfung und Beschäftigung: Planungsbüros, Bauunternehmen und Fachkräfte in der Region profitieren direkt. Und die Gemeinden im Südburgenland erhalten genau das, was sie brauchen – funktionierende Leitungen, sauberes Trinkwasser und mehr Sicherheit bei Unwettern.