Sankt Andrä: Neuerliche Dotierung für Zicksee
Wasserzuführung
Um den Zicksee vor einer neuerlichen Austrocknung zu bewahren, wird seit dieser Woche wieder Wasser zugeführt.
Für Vögel ist die durchgehende Wassoberfläche auf dem Zicksee von großer Bedeutung.
© Klaus Zwinger
Der heiße Sommer mit immer neuen Hitzerekorden (zuletzt wurde der weltweit heißeste Tag seit Beginn der Aufzeichnungen am 21. Juli gemessen) hinterlässt seine Spuren. Nach den ausgiebigen Regenfällen im Frühjahr dieses Jahres sind die Einbußen einiger Zentimeter für den Neusiedler See durchaus verkraftbar. Anders sieht die Lage bei gerade erst „wiederauferstandenen“ Wasserkörpern wie dem Zicksee aus. Hier muss aktiv eingegriffen werden, um das Kippen und die damit drohende Verlandung zu stoppen.
Dotierung mit Grundwasser seit heute
Zu diesem Zweck suchte Bürgermeister Michael Schmidt bereits vor Monaten wieder um eine Dotation des Sees mit Grundwasser an, welche im Juli schließlich genehmigt und seit heute 9 Uhr früh auch umgesetzt wird. 100 Liter pro Sekunde werden nun wieder aus zwei Brunnen in den Zicksee gepumpt, um das neuerliche Austrocknen zu verhindern.
Im Interesse von Wirtschaft und Naturschutz
Dies ist nicht nur im Interesse der Wirtschaft, sondern auch im Interesse des Naturschutzes. Bürgermeister Schmidt durfte sich in den letzten Monaten etwa über eine Auslastung des Campingplatzes von bis zu 60 Prozent an den Wochenenden freuen.
Derzeit hält man bei 30 bis 35 Prozent Auslastung mit möglichen Spitzen von 40 Prozent am Wochenende, was trotz allem eine signifikante Verbesserung zum Vorjahr darstellt. Gleichzeitig berichtet Projektleiterin Christine Wöginger von der Gruppe Wasser, die eng mit der Gemeinde St. Andrä zusammenarbeitet, dass es auch für die Vogelwelt von Bedeutung ist, am Zicksee eine stabile Wasserfläche vorzufinden. Eine unmittelbar sichtbare Auswirkung der Wasserzuführung erwartet sie allerdings nicht. Um trotz allem keine Einschränkungen für die ebenfalls von fehlenden Niederschlägen gebeutelte Bewässerung in der Landwirtschaft zu verursachen, gibt es sechs Messstellen, über die der Stand des Grundwassers im Auge behalten kann. Sollte das Grundwasser in vier von diesen unter vorgegebene Grenzwerte fallen, wird die Dotierung eingestellt.