Globaler „Blaufränkischtag“ & Kultflasche: Winzer setzen Impulse
Weinbauverein Horitschon
Im Rahmen des Pressefrühstückes wurden mit dem visionären „Weltblaufränkischtag“ und einer maßgeschneiderten Herkunftsflasche zwei ambitionierte Konzepte präsentiert.
Ein starkes Zeichen für die burgenländische Leitrebsorte. Die Horitschoner Winzergemeinschaft präsentierte beim Pressefrühstück innovative Zukunftskonzepte für den Blaufränkisch. Im Bild (v.l.n.r.): Weinbauberater Alexander Artner von der Landwirtschaftskammer, Winzerin Lisa Lehrner, Winzer Johannes Forauer, Weinbauvereinsobfrau Eva Maria Iby, Regierungskoordinator und Vertreter des Burgenlandes im europäischen Ausschusses der Regionen Robert Hergovich, Verband Blaufränkisch Mittelburgenland-Präsidentin Lisa Kölly-Pfneisl, Winzerin Melanie Lehrner, Winzer Michael Kerschbaum, Winzerin Eva-Maria Gober und Winzer Alfred Moritz.
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Blaufränkisch ist die bedeutendste österreichische Qualitätsrotweinsorte, die eng mit dem Burgenland verbunden ist und Charakter, Tiefe sowie Eleganz verkörpert. Aufgrund ihrer tiefwurzelnden Eigenschaft und des geringen Wasserbedarfs gilt sie im biologischen Weinbau als ideale Antwort auf den Klimawandel. Das Rotweindorf Horitschon geht nun innovative Wege, um seine wichtigste Rebsorte noch erfolgreicher zu vermarkten. Im Rahmen des heutigen Pressefrühstücks im IBY Rotweingut präsentierte der Weinbauverein Horitschon gemeinsam mit dem Verein zur Förderung der Horitschoner Weinkultur zwei ambitionierte Konzepte.
Blaufränkisch kennt keine Grenzen – ob als Kékfrankos in Ungarn, Lemberger in Deutschland, in Slowenien, Kroatien, Tschechien oder den USA. Laut Weinbauvereinsobfrau Eva Maria Iby ist als Vision ein weltweiter „Blaufränkischtag“ am 25. Oktober angedacht. Winzerin und Verband Blaufränkisch Mittelburgenland-Präsidentin Lisa Kölly-Pfneisl betonte, dass dieses Projekt das noch extrem junge Weinland Burgenland global vernetzen würde: „Ein Tag, an dem die Welt innehält und gemeinsam über Grenzen hinweg feiert.“
Als historische Idee von 1983 (damals als 0,7 Liter Flasche) wird die eigene Blaufränkisch-Flasche nun als zeitgemäße 0,75 Liter-Form neu gedacht. Nicht Bordeaux, nicht Burgunder – sondern ein eigenständiges Statement. Das Ziel: Winzer sollen weltweit stolz sagen können: „Ich fülle meinen Blaufränkisch in die Blaufränkischflasche“, so Iby. Regierungskoordinator und Vertreter des Burgenlandes im europäischen Ausschusses der Regionen Robert Hergovich lobte die Initiative ebenfalls und hob hervor, dass Blaufränkisch für Kultur und Identität steht, die Menschen zusammenbringt.
„Angesichts des sich verändernden Konsumverhaltens sei es der richtige Zeitpunkt, junge Erwachsene zum Wein hinzuführen. Das enorme Potenzial zeigte eine Weinverkostung in Brüssel, bei der der Blaufränkisch am besten ankam“, schilderte Hergovich. Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner erklärte sich bereit, die Patenschaft für die Blaufränkisch-Flasche zu übernehmen. Die Flasche könnte zusätzlich das Burgenland-Logo tragen. „Die Entwicklung einer solchen Herkunftsflasche wäre nicht nur ein kulturelles und identitätsstiftendes Projekt, sondern auch ein nachhaltiges Signal für die Zukunft des burgenländischen Weinbaus“, schließt Iby das Pressefrühstück ab.
Bei den Tagen der offenen Kellertür am 23. & 24. Mai wird die ganze Bandbreite von Frizzante, Blanc de Noir und Rosé bis hin zu Klassik-, Lagen- und Premiumweinen erlebbar. Winzer und Weinbauvereins-Vorstandsmitglied Johannes Forauer verweist auf die neuen Side-Events als perfekte Ergänzung: „Jedes Weingut bietet Spezielles – von Raritätenverkostungen über Big-Bottle-Partys, Dämmerschoppen und Blasmusik bis hin zu DJ-Sätzen und regionaler Kulinarik“.