15. extreme Grenzerfahrung, Gemeinschaft & Gänsehaut am Neusiedler See
Weitwandern
Die 24 Stunden Burgenland Extrem Tour hat sich im Lauf der Jahre zu einem Fixpunkt im internationalen Ausdauersport entwickelt. Was einst als außergewöhnliche Winterwanderung begann, ist längst ein Bewegungsevent mit großer Strahlkraft – für das Burgenland, für den Breitensport und für tausende Menschen, die Jahr für Jahr ihre persönlichen Grenzen neu ausloten - so auch beim 15. Mal am vergangenen Freitag.
Startschuss zur 15. Auflage der 24 Stunden Burgenland Extrem Tour: Ganz gleich, ob beim Original Trail oder bei diversen anderen Startpunkten - überall gingen die Teilnehmer an ihre eigenen Grenzen.
© Verein 24 Stunden Burgenland / Gabor Reinhofer
Auch bei der Jubiläumsausgabe stellten sich über 4.500 Teilnehmer:innen der Herausforderung rund um den Neusiedler See. Pilger, Weitwanderer, Extremsportler:innen und Bewegungsbegeisterte aus ganz Europa – mehr noch, heuer sogar mit einer Delegation aus Manhattan – machten sich auf Strecken von 7, 30, 60, 80 und eben bis zu 120 Kilometern (von Oggau nach Oggau, eine ganz Runde um den See) auf den Weg. Auffällig: Der Wettbewerbsgedanke spielt bei Burgenland Extrem bewusst keine Rolle. Es gibt keine Zeitnehmung, keine Ranglisten – vielmehr geht es um das Erlebnis, um Gemeinschaft und um das bewusste Spüren von Erschöpfung und Durchhaltevermögen.
„Wir möchten Menschen in Bewegung bringen und ihnen dieses wohltuende Gefühl der Erschöpfung wieder näherbringen“, bringen es die Veranstalter Michael Oberhauser, Tobias Monte und Josef Burkhardt auf den Punkt. Höchstleistungen seien willkommen, aber ohne Zeitdruck – eine Philosophie, die Burgenland Extrem seit Jahren prägt.
Die Jubiläumstour 2026 ging bei klirrenden Temperaturen über die Bühne. Windstill, aber eisig kalt präsentierte sich die Landschaft rund um den Neusiedler See. Nach den stürmischen Bedingungen der vergangenen Jahre wurden die frostigen Temperaturen von vielen Teilnehmenden dennoch als „hart, aber fair“ beschrieben – Bedingungen, die zur DNA der 24 Stunden Burgenland Extrem Tour passen.
Besonders fordernd waren die Bedingungen bei BIKE 224 MEILEN, das bereits einen Tag zuvor stattfand. Hier galt es beim Radevent vor der Tür, den Neusiedler See per Rad zu umrunden. Hochnebel, vereiste Wege und extreme Kälte verlangten den rund 150 Startern alles ab. Keinem Teilnehmer gelang es, die drei Runden innerhalb der vorgegebenen Zeit zu absolvieren – ein eindrucksvoller Beleg für die Kompromisslosigkeit der Natur.
Ein zentrales Element der 24 Stunden Burgenland Extrem Tour ist seit Jahren die Einbindung junger Menschen. Mehr als 2.500 Schülerinnen und Schüler aus über 40 Schulen nahmen auch heuer am Format „School of Walk“ teil und bewältigten die 30 Kilometer lange Strecke von Neusiedl am See nach Oggau – bei frostigen Temperaturen und winterlichen Verhältnissen.
Bildungs- und Jugendlandesrätin Daniela Winkler hob beim Start insbesondere den Mehrwert dieser Initiative hervor: Die Veranstaltung biete Jugendlichen die Möglichkeit, Gemeinschaft außerhalb des Schulalltags zu erleben und über sich hinauszuwachsen. Das gemeinsame Unterwegssein stärke Zusammenhalt, Eigenverantwortung und das positive Selbstbild.
Für die jüngsten Teilnehmer:innen wurde mit „Walky“ erneut ein kindgerechter Einstieg geboten. Rund 500 Volksschulkinder der dritten und vierten Schulstufe absolvierten die rund sechs Kilometer von Donnerskirchen nach Oggau. In geschütztem Rahmen erlebten sie Bewegung, Natur und Gemeinschaft – ganz ohne Leistungsdruck.
Unter dem Jubiläumsmotto „Mission26“ unterstrich die Veranstaltung einmal mehr ihren ganzheitlichen Anspruch. Burgenland Extrem steht nicht nur für sportliche Grenzerfahrungen, sondern auch für klimafreundliche Mobilität, bewussten Lebensstil und nachhaltige Bewegung.
„Gehen ist die einfachste, gesündeste und nachhaltigste Mobilitätsform für alle Generationen“, betont Veranstalter Michael Oberhauser. Die 24 Stunden Burgenland Extrem Tour mache sichtbar, dass jede und jeder – unabhängig von Alter oder Leistungsniveau – Teil eines Abenteuers sein könne, das inspiriert, verbindet und die Region bewegt.
So bleibt Burgenland Extrem auch nach der 15. Auflage für die Zukunft weit mehr als ein Sportevent: eine Einladung, sich selbst zu fordern, Gemeinschaft zu erleben und die winterliche Natur des Burgenlands in all ihrer Intensität zu spüren.