Mit einem Bauchladen voller Informationen nach Raiding
Wirtschaftskammer tourte
Unter dem Motto „Wir sind da. Wo Wirtschaft passiert“ war die Wirtschaftskammer im Restaurant Liszt am Bach in Raiding zu Gast.
Informierten und unterstützten: Wirtschaftskammer-Regionalstellenobmann Stefan Kneisz, Frau in der Wirtschaft-Bezirksvorsitzende Petra Herz, Wirtschaftskammer-Vizepräsident Paul Kraill sowie Wirtschaftskammer-Präsident Andreas Wirth und Wirtschaftskammer-Direktor Harald Schermann.
© BVZ, dd
Das abgelaufene Jahr hat die heimischen Betriebe vor große Herausforderungen gestellt. Stark steigende Preise, Löhne und Kreditzinsen, eine schrumpfende Wirtschaft und die nach wie vor hohen Energiepreise machten den Unternehmern zu schaffen. Wirtschaftskammer-Regionalstellenobmann Stefan Kneisz wollte die aktuell herrschenden Probleme in den Betrieben nicht kleinreden: „Es hilft aber auch nichts, dafür Schuldige zu suchen. Wir sollten an die Zeit zurückdenken, in der wir unsere Betriebe gegründet haben und Ideen hatten, bereit waren ein Risiko einzugehen und Ziele nachhaltig zu verfolgen.“ Für den Geschäftsmann gehört auch eine Portion Eigenverantwortung dazu, um diese schwierige Zeit zu durchtauchen. „Das Wichtigste für Betriebe sind die Kunden und das Wichtigste für uns sind die Mitglieder, sprich unsere Kunden. Unser Produkt ist heute zu informieren und Fragen zu beantworten.“
„Anpacken und positiv in die Zukunft blicken“
Für Wirtschaftskammer-Präsident Andreas Wirth ist es für die Wirtschaftskammer ganz wichtig zu wissen: „Wo können wir helfen und unterstützen, welche Probleme, Sorgen und Anliegen haben unsere Mitglieder? Nur so können wir diese bearbeiten und bekämpfen. Das Spektrum des Angebotes der Wirtschaftskammer ist breit, wir haben einen ganzen Bauchladen an Möglichkeiten: von A wie Anlagengenehmigungen bis Z wie Zinsen über Steuerfragen, Förderungen, Mitarbeiterfragen. Wir sind da, wo Wirtschaft passiert, wir sind da, um Hilfe und Unterstützung zu geben, deshalb sind die Unternehmer Mitglieder der Wirtschaftskammer Burgenland.“ Für Wirth ist die derzeitige wirtschaftliche Situation vielleicht nicht die beste: „Aber nicht in allen Branchen und schon gar nicht so negativ, wie es in die Medien dargestellt wird. Ich bin betrachte die Situation positiv, denn umso schwieriger die Zeit, umso besser wird der Aufstieg sein. Aber nur wenn wir anpacken, werden wir etwas schaffen und leisten können.“
„Arbeit gibt es genug“
Der Wirtschaftskammerpräsident spricht sich gegen eine 35 Stunden-Woche und nur mehr Home-Office aus: „So wird es nicht funktionieren, hier bin ich absolut dagegen. Wir sind Unternehmer, die nach vorne blicken, positiv in die Zukunft schauen und anpacken. Wenn Arbeit da ist, soll diese auch gemacht werden.“ Für Wirth liegt das Geld zum Teil auf den Straßen und man braucht sich danach nur zu bücken und zu bemühen: „Arbeit gibt es genug, wenn wir mit offenen Augen durch die Welt gehen, werden wir sie auch finden. Schauen wir bitte positiv in die Zukunft, ich bin überzeugt, dass wir die Wirtschaft wieder ins Laufen bringen werden. Aufgrund der positiven Blicke von unseren Mitarbeitern und den Unternehmern werden wir das gemeinsam schaffen, denn wer will, der kann.“
„Auf die Vielfalt der heimischen Betriebe aufmerksam machen“
„Wir stehen unseren aktuell knapp 27.000 Mitgliedsbetrieben in den wirtschaftlich schwierigen Zeiten als verlässliche Partnerin zur Seite“, heißt es in einer Presseaussendung der Wirtschaftskammer. „Gerade deshalb touren wir derzeit durch alle Bezirke. Es gibt viele Informationen und Hilfen, die nicht abgeholt werden, daher liefern wir diese quasi frei Haus“, erklärt Wirtschaftskammer-Direktor Harald Schermann. Künftig möchte man nicht weniger informieren, aber die Informationen direkter kommunizieren. „Und am besten geht dies im Burgenland von Angesicht zu Angesicht. Wir möchten die Mitgliedsbetriebe dann abholen, wenn sie Zeit haben, nicht wann wir Zeit haben. Wir haben festgestellt, dass Unternehmer, die einmal mit der Wirtschaftskammer in Kontakt kamen, meist ein unternehmerisches Leben von uns begleitet werden. Die Wirtschaftskammer möchte ihre Veranstaltungen immer bei den Betrieben abhalten: „Wir wollen damit auch auf die Vielfalt der heimischen Betriebe aufmerksam machen“, so Schermann.
Neu wurde eine schnelle Eingreifgruppe im Betriebsanlagenverfahren installiert: „Die Unternehmer stehen in dieser Thematik massiv unter Druck und sind überfordert. Die Bezirkshauptmannschaft ist zwar nahe, aber thematisch oft kilometerweit entfernt. Darum ist innerhalb von 24 Stunden jemand von uns vor Ort, um zu unterstützen“, erzählt Schermann. Im Juli 2023 wurde außerdem ein Feedbackmanagement in der Wirtschaftskammer eingeführt. Nach der Beratung erhält jedes Mitglied einen Fragebogen und bewertet die Qualität nach dem Schulnotensystem. „Die Wirtschaftskammer Burgenland erhielt dabei Bestnoten mit einer durchschnittlichen Bewertung von 1,1“, freut sich Schermann. „Ich möchte den Mitarbeitern damit höchsten Respekt für diese großartige Leistung aussprechen.“
Weitere Termine (jeweils von 11 bis 13 Uhr):
Bezirk Oberwart: 11. März, Gasthaus zum Burgenländer, Untere Hauptstraße 14, 7422 Riedlingsdorf
Bezirk Neusiedl: 14. März, Autohaus Ermler, Obere Hauptstraße 92, 7121 Weiden am See