Burgenland holt kräftig auf: Kaufkraft steigt deutlich

Wirtschaftstrend

Reale Einkommenszuwächse, positive Prognosen und starke Dynamik im Süden: Das Burgenland gehört zu den Gewinnern der aktuellen Kaufkraftentwicklung in Österreich.

Geldbörse - Armut

Geldbörse - Armut

© Weingartner-Foto, Weingartner-Foto

Laut einer aktuellen Analyse von RegioData steigt die Kaufkraft (also das frei verfügbare Einkommen) in Österreich im Durchschnitt um fast fünf Prozent – und in vielen ländlichen Regionen sogar noch deutlich mehr. Das Burgenland zählt dabei zu den Aufsteigern: Mit einem Plus von 40 Prozent (über 8.400 Euro) innerhalb der letzten zehn Jahre liegt das östlichste Bundesland im Spitzenfeld der Kaufkraftzuwächse. Salzburg führt aktuell das Bundesländer-Ranking der Pro-Kopf-Kaufkraft an und liegt mit 29.814  Euro knapp vor Niederösterreich (29.587) und Oberösterreich (29.035).

Während urbane Zentren wie Wien oder Graz stagnieren, zeigt sich im Burgenland ein gegenläufiger Trend: Regionen wie Güssing (+48 %) und Oberwart (+47 %) haben ihre Kaufkraft in den letzten zehn Jahren nahezu verdoppelt.

Städte stagnieren, entlegene Regionen holen auf

Die Entwicklung ist besonders bemerkenswert, da das Burgenland historisch zu den einkommensschwächeren Regionen Österreichs zählte. Der wirtschaftliche Aufholprozess, der bereits in den vergangenen Jahren erkennbar war, scheint sich nun deutlich zu beschleunigen.

Im Burgenland kommt dieser Aufschwung besonders stark an, da viele Haushalte auf eine stabile Kombination aus Löhnen, Pensionen und Transferleistungen bauen können. Die Abwanderung scheint gebremst, die Rückkehr in die Heimatregion gewinnt an Attraktivität – auch dank besserer Rahmenbedingungen.

Die aktuellen Zahlen bestätigen also: Die wirtschaftliche Kluft zwischen Stadt und Land beginnt sich zu schließen.

Hergovich: „Burgenländischer Weg wirkt“

SPÖ-Landtagsklubobmann Robert Hergovich sieht in den aktuellen Zahlen eine Bestätigung der Landespolitik: „Die wirtschafts- und sozialpolitischen Maßnahmen des Landes zeigen Wirkung.“ Er verweist auf weitere Studien, etwa den Einkommensbericht der Statistik Austria, der das Burgenland 2024 erstmals auf Platz eins bei den mittleren Bruttojahreseinkommen sieht. Auch eine OGM-Erhebung hatte das Burgenland bei Einkommen und Kaufkraft österreichweit vorne gereiht.

„Diese Entwicklung ist ein gemeinsamer Erfolg der Burgenländerinnen und Burgenländer. Durch den burgenländischen Weg kluger Investitionen und zielgenauer Entlastungen schaffen wir es besser durch wirtschaftlich schwierige Zeiten“, so Hergovich.