Der BFV-Präsident zum WM-Ticket: „Die Dynamik hat sich übertragen“

WM-Qualifikation

Johannes Wutzlhofer erlebte den fixierten WM-Aufstieg des Nationalteams gegen Bosnien in ÖFB-Mission mit. Auch das offizielle Land Burgenland feierte als „langjähriger Partner“ das Ticket für die Finalrunde im kommenden Jahr.

Geschafft! Österreichs Nationalteam bejubelte die Dienstagnacht vor den Fans mit der fixen WM-Teilnahme.

Geschafft! Österreichs Nationalteam bejubelte die Dienstagnacht vor den Fans mit der fixen WM-Teilnahme.

© GEPA pictures/ Armin Rauthner, GEPA pictures/ Armin Rauthner

Euphorie pur. Die gab es am Dienstag im ausverkauften Happel-Stadion bei den Spielern, den Fans und in ganz Fußball-Österreich. Mit dem 1:1-Remis im letzten Gruppenspiel gegen Bosnien-Herzegowina qualifizierte sich das Team – erstmals seit 28 Jahren – wieder für eine WM. 1998 waren Andi Herzog, Toni Polster und Co. bei der Finalrunde in Frankreich dabei.

Der Ausgleich von Michael Gregoritsch in der 77. Minute war knapp drei Jahrzehnte später der finale Schritt zur 2026 kommenden Weltmeisterschaft. Die steigt von 11. Juni bis 19. Juli in den USA, Kanada und Mexiko. „Der Fußball hat sich seitdem unglaublich stark weiterentwickelt und professionalisiert. Ich gehe davon aus, dass die Euphoriewelle bis zur WM noch stärker als damals sein wird“, sagt Johannes Wutzlhofer.

Der Präsident des Burgenländischen Fußballverbands ist stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender des ÖFB und somit an der Spitze neben dem Vorsitzenden Josef Pröll.

Der BFV-Präsident zum WM-Ticket: „Die Dynamik hat sich übertragen“

© zVg/BFV

Seite an Seite mit zahlreichen Ehrengästen erlebte Wutzlhofer, wie er erzählt, eine „nervenaufreibende Partie. Dennoch war es beeindruckend, wie sich die Dynamik des Teams übertragen hat. Niemand hat nachgelassen. Dieser Wille und Kampf bis zuletzt zeichnet diese Mannschaft ebenso aus, wie die spielerische Qualität.“ Dass beim Ausgleich dann alle Jubeldämme gebrochen sind, versteht sich von selbst.

„Da werden wir alle zu großen Kindern, die sich einfach nur freuen. Es ist toll zu sehen, wie der Faktor Fußball bei den Menschen wirkt.“ Jetzt richtet sich der Fokus weiter nach vorne. „Der ÖFB-Strategieprozess ist bereits eingeleitet, parallel laufen die organisatorischen Maßnahmen für die WM, die natürlich einen Höhepunkt darstellt.“

Sportlich sieht Johannes Wutzlhofer beim Blick auf die besagte Weltmeisterschaft jedenfalls einiges an Potenzial – das definitiv über die Vorrunde hinausgehen kann. „Diesem Team ist sehr viel zuzutrauen, weil es für jeden unangenehm sein kann und die Anlage des Spiels noch besser wird, je schwieriger der Gegner ist.“

Doskozil: „Ein Sieg für Österreich und ein Gewinn für das Burgenland“

Der BFV-Präsident zum WM-Ticket: „Die Dynamik hat sich übertragen“

© Landesmedienservice

Auch das Land Burgenland, das mit dem Burgenland Tourismus-Sonnenlogo als Partner seit eben 28 Jahren auf allen Nationalteam-Dressen vertreten ist, feierte diesen Erfolg klarerweise.

Landeshauptmann Hans Peter Doskozil: „Das ganze Land ist stolz auf diese Mannschaft und auch das Burgenland gratuliert von Herzen. Die Qualifikation ist das Ergebnis von Disziplin, Teamgeist und Kontinuität und die ÖFB-Elf hat sich ihren Platz auf der Weltbühne mehr als verdient. Als langjähriger Partner des ÖFB freuen wir uns, diesen Erfolg begleiten und mitfeiern zu dürfen. Seit fast drei Jahrzehnten stehen wir verlässlich an der Seite des Nationalteams. Umso schöner ist es, heute diesen historischen Moment gemeinsam erleben zu dürfen.“ 2026 folgt nun eben die WM, 2027 das 30-jährige Jubiläum der Partnerschaft. Diese beiden Anlässe eröffnen laut Doskozil „großartige Chancen, unser Land national und international noch stärker zu präsentieren.“

Burgenlands Tourismusdirektor Didi Tunkel sagt zum Thema: „Die Partnerschaft mit dem ÖFB bringt dem Burgenland seit vielen Jahren einen enormen Mehrwert. Eine Weltmeisterschaft verstärkt diese Sichtbarkeit noch einmal massiv. Gemeinsam mit dem ÖFB werden wir im kommenden Jahr gezielte Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen setzen, um dieses Momentum optimal zu nutzen.“ Beziffert wird der durchschnittliche jährliche Werbewert der Kooperation mit sieben Millionen Euro, Großereignisse (wie zuletzt etwa die EURO 2024) treiben diesen Wert weiter in die Höhe, 2024 laut Aussendung auf 11,2 Millionen.

Auch Sportlandesrat Heinrich Dorner meldete sich nach der fixierten WM-Teilnahme zu Wort: „Mit der ersten Teilnahme bei einer WM seit 28 Jahren ist dem Team von Ralf Rangnick Historisches gelungen. Auch wenn es gegen Ende der Qualifikation noch einmal unheimlich spannend geworden ist, war der Gruppensieg und das Erreichen des Turniers hochverdient. Als langjähriger Partner unserer Fußballnationalmanschaft ist das Burgenland besonders stolz auf die gezeigten Leistungen und die geschaffte Qualifikation – und wir wünschen der Truppe von Ralf Rangnick schon jetzt alles Gute und viel Erfolg für die WM 2026.“