Aus der alten Tischlerei wird moderner Wohnraum
Zemendorf
In Zemendorf tut sich was: Auf dem Gelände der ehemaligen Tischlerei Neuberger entstehen schon bald neue Reihenhäuser und Wohnungen. Die Gemeinde will ungenutzte Flächen im Ortskern beleben und gleichzeitig nachhaltigen Wohnraum schaffen. Der Baubeginn dürfte im Frühjahr 2026 erfolgen.
In der ehemaligen Tischlerei Neuberger soll neuer Wohnraum entstehen.
© osg.at
Seit Längerem wurde in der Gemeinde diskutiert, wie die alte Tischlerei Neuberger im Ortskern von Zemendorf künftig genutzt werden könnte. Nun steht fest: Schon bald entstehen dort drei moderne Reihenhäuser sowie 13 Wohnungen nach den Entwürfen des Architekturbüros Halbritter. Bürgermeister Herbert Pinter traf sich vor Ort mit OSG-Bauleiter Michael Marth und OSG-Obmann Alfred Kollar zu einer Projektbesprechung. „Mit diesem Projekt setzen wir gemeinsam mit der OSG ein starkes Zeichen für die Zukunft“, betonte Pinter. „Durch neuen Wohnraum mitten im Ortskern wird nicht nur nachhaltig gebaut, sondern auch das Zentrum des Ortes gestärkt.“ Auch laut OSG ist das Konzept ein Beispiel für nachhaltige Flächennutzung: Wohnraum könne wachsen, ohne zusätzlichen Boden zu versiegeln. „Die Infrastruktur ist bereits vorhanden, der Gemeinde entstehen daher keine unnötigen Kosten“, erklärte Kollar. Das Vorhaben ist das erste Projekt der Siedlungsgenossenschaft in Zemendorf-Stöttera. Der Baustart ist für das Frühjahr 2026 vorgesehen – Interessierte können sich bereits vormerken lassen.
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Zweites Projekt im Ort
Auch am Kirschblütenweg läuft ein weiteres Bauprojekt auf Hochtouren: Der Spatenstich der Casa Harmonia GmbH aus Forchtenstein erfolgte am 29. August 2025, und erste Rohbauten sind bereits sichtbar. Geplant sind sieben Doppelhäuser und ein Einfamilienhaus mit jeweils rund 110 m² Wohnfläche und großzügigen Eigengärten. Der Einzug ist für August 2026 geplant, angeboten werden Miet- und Kaufoptionen. Gebaut wird unter dem Motto „Für eine nachhaltige Zukunft“ – mit einem Baustoff, der im Burgenland erstmals eingesetzt wird: dem „Porotherm Plan E“-Ziegel von Wienerberger. Der zu 100 % elektrisch produzierte Ziegel senkt die CO₂-Emissionen um bis zu 90 % – eine Einsparung, die 600 Autofahrten rund um die Erde entspricht. Produziert wird er im Werk Uttendorf (Oberösterreich) in einem mit Ökostrom betriebenen Tunnelofen. Trotz der umweltfreundlichen Herstellung überzeugt der Ziegel durch hohe Stabilität, Wärmedämmung und Langlebigkeit – ein Beispiel dafür, wie Nachhaltigkeit und moderner Wohnkomfort erfolgreich vereint werden können.