Cooler Krachmacher

Ingolstadt hat den Audi A3 (Sportback und Limousine) noch einmal so richtig aufgepowert. Die RS-3-Brüder haben 400 PS und 500 Newtonmeter.

Erstellt am 26. November 2021 | 05:22
RS 3 Sportback
RS 3 Sportback (Bild) und RS 3 Limousine: Die Klaviatur des sport- lichen Fahrens. Einstieg in die Audi-RS-Welt und mit dem Torque Splitter das Nonplusultra für herausragende Performance im Kompaktsegment. Und der Motorsound ist auch nicht ohne … Respekt!
Foto: Audi

Audis 2,5-Liter-Fünfzylinder-Turbobenziner ist ein Highlight der Motorentechnik – und hat Kultstatus.

Frisch bearbeitet wurde der Motor in den neuen Top-A3 verpflanzt. Der RS 3 Sportback und die RS 3 Limousine, beide quattros (also mit Allradantrieb versehen) haben damit zwar nominell nicht mehr PS, es bleibt bei 400 PS Spitzen-Power. Doch ist das Maximaldrehmoment mit 500 statt wie zuvor 480 Newtonmetern noch höher als zuvor. Was den Antritt schärft: 0 auf 100 km/h verfliegen in 3,8 Sekunden (0,3 Sekunden schneller als der Vorgänger) – und der Durchzug wurde nochmals mächtiger.

Gustostückerl beim RS 3 ist der Allrad mit dem Torque Splitter an der Hinterachse. Gudrun Glück, Pressesprecherin Audi Österreich

Dabei hat das Triebwerk dazugelernt: Es kann jetzt auch segeln. Kombiniert ist das Kraftwerk mit einer siebenstufigen Direktschaltung, deren Schaltzeiten verkürzt wurden. Zudem sind die Fahrstufen noch straffer übersetzt, zusätzlich gibt es eine Launch Control. Serienmäßig sind 250 km/h Topspeed drin, gegen Aufzahlung können noch einmal 30 km/h draufgelegt werden. Doch ist das Geradeauspfeilen längst nicht das Hauptrevier der Sportler aus Ingolstadt.

Was die RS 3 bisher nicht so gut konnten, das soll etzt mit links drin sein: nämlich driften. Technisches Werkzeug dazu ist ein Torque Splitter an der Heckachse (Premiere bei einem Sport-Audi). Damit wird die Antriebskraft automatisch und variabel zwischen den Hinterräder verteilt, im Spezialfall sogar einem einzigen Rad zugeteilt. Das soll insgesamt die Untersteuertendenz reduzieren und, wenn gewollt, per Tastendruck, in einem eigenen Fahrmodus, zum Driften animieren.

Stichwort Fahrmodi: Deren haben die RS 3 sieben an Bord. Es kam noch ein neuer hinzu. Der heißt Efficiency – und aktiviert die eingangs angesprochene Segelfunktion. Im Sinne der Verbrauchsökonomie und ebenso der Passagierfreundlichkeit. Denn dann ist auch die Krachmacherei des komponierten Auspuffsoundsystems deaktiviert. Brav auch der Verbrauch – laut WLTP ab 8,2 Liter pro 100 Kilometer.

Wir gratulieren Audi zum Sieg bei der Autowahl in der Kategorie „Der Temperamentvolle“ – der RS 3 ist ein würdiger Gewinner!