ÖAMTC begrüßt Übergangs-Regelung für Firmenautos. Die Regierung schafft Übergangsregelung für Firmenautos, die durch die Corona-Einschränkungen teurer geworden wären

Von Redaktion bvz.at und Redaktion noen.at. Erstellt am 25. Mai 2020 (12:29)
zVg ÖAMTC

Seit 1. April 2020 wird bei der Besteuerung von erstmalig zugelassenen Firmenautos, die privat genutzt werden, der CO2-Emissionswert nach dem neuen Prüfverfahren WLTP und ein damit verbundener strengerer Grenzwert herangezogen. Viele Firmenautos wurden allerdings noch unter der Annahme bestellt, dass diese vor dem 1. April erstmals zugelassen werden können und damit die frühere Regelung gelten würde. Durch die Corona-Krise war die zeitgerechte Zulassung zahlreicher Firmenautos – sei es aufgrund einer verspäteten Auslieferung oder aufgrund des bis 14. April gültigen Notbetriebs – bei den Zulassungsstellen – nicht möglich. "Die Regierung hat nun nachträglich dafür gesorgt, dass es trotz dieser Umstände zu keinen Verteuerungen kommt", zeigt sich Martin Grasslober, Verkehrswirtschaftsexperte des ÖAMTC, erfreut.

Wenn aufgrund der Corona-Krise die erstmalige Zulassung eines Firmenfahrzeugs nicht vor dem 1. April erfolgen konnte, diese aber bis zum 30. Mai erfolgt, dann darf in diesen Fällen auch weiterhin die frühere Regelung zur Besteuerung der Privatnutzung des Firmenfahrzeugs angewendet werden", erklärt Grasslober. Jetzt noch schnell ein Firmenauto zu kaufen, um die Übergangsregelung zu nutzen, geht jedenfalls nicht: Die Übergangsregelung gilt nämlich nur, wenn der Kauf- oder Leasingvertrag vor dem 1. April 2020 abgeschlossen wurde.

Übergangsregelung auch bei der NoVA umsetzen

Seit Anfang des Jahres gilt grundsätzlich eine neue ökologisierte NoVA-Formel, die sich nach dem neuen Prüfverfahren WLTP richtet. Das Gesetz sieht aber auch eine Übergangsregelung für all jene Fahrzeuge vor, für die ein unwiderruflicher Kaufvertrag vor dem 1. Dezember 2019 geschlossen wurde und die vor dem 1. Juni 2020 geliefert werden. "Für Lieferungen, die aufgrund der Corona-Krise nicht zeitgerecht erfolgen können, muss es ebenfalls zu einer Verlängerung der Übergangsregelung kommen, damit auch hier die frühere Berechnungsmethode der NoVA angewendet werden darf", fordert Grasslober.