Der Hawaii-Koreaner. Der SUV-Boom kommt jetzt auch bei den Kleinwagen an: Die Koreaner haben den Kona in Mailand ausgewählten Journalisten präsentiert – die NÖN war live dabei!

Von Franz Farkas. Erstellt am 20. Juni 2017 (02:49)
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Der Kona ist kein ix20-Nachfolger, dafür der Bruder vom Kia Stonic. Soll (und wird) fürHyundai neue Kundenkreiseerschließen.Hyundai

Mit dem 4,17 Meter langen und 1,80 Meter breiten Kona (benannt nach dem Kona-Distrikt auf der Big Island von Hawaii) steigt Hyundai ins wachstumsstarke Segment der kleinen SUVs ein – und erweitert so sein SUV-Modellportfolio nach unten.

Optisch fällt sofort die kräftige Front auf – sie ist (natürlich) geprägt vom Cascading-Kühlergrill, dem auffälligen Designmerkmal aller Hyundai-Modelle. Die Scheinwerfer verteilen sich übrigens auf drei Ebenen, ähnlich wie beim Nissan Juke. Damit der Kona auch ganz sicher als SUV erkannt wird, haben die Designer dem Kleinen mächtige Plastikplanken um die Radausschnitte (bis zu 18-Zöller) spendiert, die sich vorne und hinten bis in die Schürze strecken. Insgesamt hinterlässt der Fünftürer einen stämmigen, selbstbewussten und modischen Eindruck.

Das Design entstand übrigens im „Wettbewerb“ der drei Studios in Korea, Amerika und Europa – der US-Vorschlag hat die meiste Zustimmung (auch von Chefdesigner Peter Schreyer) gefunden. „Die Zielgruppe des Kona sind junge, aktive und sportive Kunden“, heißt es in der Hyundai-Pressemappe. Das Interieur präsentiert sich eher schlicht und aufgeräumt und passt irgendwie nicht ganz zum auffälligen Exterieur. Dafür gibt es eine Premiere: Erstmals bei Hyundai gibt es ein Head-up-Display. Das Platzangebot (Radstand üppige 2,60 Meter) ist auch für große Menschen durchaus okay, gefühlt schrammt es knapp an der Kompaktklasse vorbei. Die Sitze in der ersten Reihe sind bequem und nicht zu sportiv geschnitten.

Zwei durchschnittlich große Erwachsene können im Fond ohne Probleme auf die Langstrecke gehen. Die Hyundai-Leute betonen: „Die Beinfreiheit misst vorne 1.054 Millimeter und hinten 880 Millimeter – damit liegt man nahezu auf dem Niveau des neuen, in einem höheren Fahrzeugsegment positionierten i30. Kofferraumvolumen? Mindestens 361 Liter, maximal 1.143 Liter. Respekt!

Motorisch setzt man vorerst auf zwei Benziner (Turbo- Direkteinspritzer) – einmal 1,6- Liter-Vierzylinder mit 177 PS (Höchstgeschwindigkeit 205 km/h), einmal 1,0-Liter-Drei-
zylinder mit 120 PS. Der Topbenziner kommt ausschließlich mit Allradantrieb und Doppelkupplungsgetriebe. Ein neuer 1,6-Liter-Diesel wird 2018 nachgereicht – mit 115 oder 136 PS. Und: Für nächstes Jahr ist auch ein „Zero Emission“-Kona geplant.

Last but not least: Natürlich hat der neue Hyundai ein umfangreiches Angebot an Assistenzsystemen (serienmäßig bzw. optional) und auch beim Thema Konnektivität ist der B-
SUV top – schließlich handelt es sich hier um ein Lifestyle-Fahrzeug …