Der Honda Civic 1.5 VTEC Turbo CVT Prestige im Test. Er hat eine Eigenschaft, die ihn fast einzigartig macht: Praktisch jeder Civic hat völlig anders ausgesehen als sein Vorgänger. Das ist auch in der zehnten Generation so.

Von Thomas Vogelleitner. Erstellt am 27. Juni 2017 (09:18)
NOEN/BVZ
Der Civic wurde bei der Optik wieder sportlicher – erinnert entfernt an dielegendäre fünfte Generation. Und der Honda ist ein ganz Strenger: Wer die Sicherheitshinweise beim Navi nicht umgehend mit „OK“ bestätigt, wirdmit der Ansicht einer analogen Uhr bestraft.

Nix 08/15: Der Civic Nummer 10 ist ein Auto, das polarisiert. Das (aggressive) Gesicht wurde stark an den Supersportler NSX angelehnt, hinten fallen sofort die beiden zentral platzierten Auspuffenden auf. Mit einer Länge von 4,52 Metern ist der fünftürige Honda schon ein großer Kompakter (VW Golf: 4,26 Meter). Das heißt: Das Platzangebot für Fahrer und Mitfahrer ist top, ebenso die Größe des Kofferraums. Das heißt aber auch: Der Wendekreis ist größer als bei der Konkurrenz, aber damit kann man relativ gut leben. Einen souveränen Eindruck hinterlässt das Cockpit. Die praktischen „Magic Seats“ im Fond gibt es leider nicht mehr, weil der Civic jetzt um 20 Millimeter niedriger daherkommt.

Unter der Motorhaube unseres Testwagens: 1,5-Liter-Turbobenziner mit 182 PS. Der Vier-zylinder ist Honda-typisch drehfreudig, hat einen ordentlichen Biss. Sehr leise beim Gleiten, kernig unter Last. Das Fahrwerk macht richtig Spaß – da gehört der Japaner zu den fahraktivsten Kompakten. Die variabel übersetzte Lenkung, die in abgewandelter Form auch im NSX eingesetzt wird, präsentiert sich gefühlvoll und ausgewogen. Die Bremsen verdienen sich ihren Namen – mehrmals (unfreiwillig) getestet. Das CVT-Automatikgetriebe (mit sieben simulierten Gangstufen) ist auch keine Spaßbremse.

Und: Das serienmäßige „Honda Sensing“ macht das „Weltauto“ (Produktion in England) zu einem der sichersten Fahrzeuge in seiner Klasse. Danke!