Italiens grünes Gewissen. Spät, aber doch – oder zum richtigen Zeitpunkt: 500er und Panda erhalten einen Mild-Hybrid-Dreizylinder. Das macht die Zwei noch sauberer (ab 88 Gramm CO 2 ).

Von Thomas Vogelleitner. Erstellt am 18. Februar 2020 (01:16)
Guter Eindruck: Der 500er und der Panda beschleunigenals Mild-Hybrid ganz ordentlich – einen Elektrokick gibt es aber nicht. Der sechste Gang des knackigen Schaltgetriebes ist übrigens bei beiden Fiat-Modellen ein Novum – senkt bei höheren Geschwindigkeiten das Geräuschniveau.
Fiat

No, grazie … Fiat hielt sich bei uns bis dato gekonnt aus dem Elektrozirkus heraus. Der 500e fährt in den USA zwar schon seit 2013 mit Strom, schaffte es aber nicht über den großen Teich. Dafür soll noch heuer ein komplett neu entwickelter und optisch eigenständiger Elektro-500er in Europa antreten (dieses Modell spielt eine Schlüsselrolle in der Elektromobilitätsstrategie von Fiat Chrysler Automobiles, die für 2020 den Start einer Vielzahl von Produkten und Dienstleitungen rund um die nachhaltige Mobilität vorsieht). Wer dem Benziner aber noch nicht ganz Arrivederci sagen möchte, kann jetzt den 500er und den Panda als Hybrid, konkret: als Mild-Hybrid, ordern.

Die Antriebstechnologie von 500 Hybrid und Panda Hybrid ist identisch. Dem 70 PS und 92 Newtonmeter starken 1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner greift ein Riemen-Starter-Generator unter die Arme, der unter Last und beim Anfahren bis zu 3,6 Kilowatt Leistung beisteuert. Durch die ausgesprochen geschmeidige Rekuperation und normale Bremsvorgänge wird während der Fahrt Strom zurückgewonnen.

Dieser wird in einem kleinen Lithium-Ionen-Pack mit elf Amperestunden gespeichert, der direkt unter dem Fahrersitz untergebracht ist. Nimmt man unter 30 km/h den Fuß von der Kupplung und bringt den Schalthebel in die Neutralstellung, setzen die beiden Kleinen mit dem Zwölf-Volt-Bordnetz sogar die Segel. Fiat gibt einen Spritverbrauch (WLTP) von jeweils 3,9 Litern pro 100 Kilometer an – das bedeutet 88 bzw. 90 Gramm CO 2 pro Kilometer (500 Hybrid bzw. Panda Hybrid).

Abgasnorm: brave Euro 6d. Da kann man nur sagen: Bravissimo! Schön finden wir auch die Sitzbezüge der zwei Italiener. Sie enthalten zehn Prozent Kunststoff, der aus dem Meer eingesammelt wurde, und 90 Prozent Recyclingmaterial aus Quellen an Land. Fiat arbeitet übrigens mit der Seaqual-Initiative zusammen, um damit die Säuberung der Ozeane von Abfall zu unterstützen.

„Der 500 Hybrid und der Panda Hybrid revolutionieren die urbane Mobilität, indem sie MHEV*-Fahrzeuge einem breiten Publikum zugänglich machen!“ Andreas Blecha, Pressesprecher Fiat Chrysler Automobiles Austria *Mild Hybrid Electric Vehicle

500 Hybrid und Panda Hybrid sind am Schriftzug „Hybrid“ am Heck erkennbar. Die Sonder-modelle der Launch Edition verfügen darüber hinaus über spezielle Logos an der B-Säule.

Der Buchstabe H wird hier von zwei Tautropfen gebildet, als Symbol für den Beginn einer neuen Ära. Beide Modelle sind zudem in der exklusiven Farbe „Rugiada Grün“ lackiert – eine Hommage an die Themen Natur und Innovation. Bella Italia!