NÖN-Autowahl-Sieger VW Multivan: Weltreisender von Beruf

Erstellt am 23. November 2022 | 03:34
Lesezeit: 3 Min
VW hat den Multivan neu aufgestellt. Er ist vom Pkw-haften Nützling zur Großraumlimousine mutiert. Erstmals auch mit Plug-in-Hybridantrieb.
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Hut ab! Der VW Multivan konnte sich bei der NÖN-Autowahl 2022 in der Kategorie „Der Vielseitige“ souverän durchsetzen. Ein verdienter Sieger!

VW-Bus – das klingt nach großer Fahrt, mit Familie, Freunden oder Geschäftspartnern, samt Gepäck, in den Urlaub, auf Expedition oder zum Business. Die DNA des Bulli, wie der Vielseitige auch genannt wird, wurde von der VW Nutzfahrzeugabteilung vor mehr als 70 Jahren im T1 angelegt. Jetzt wurde sie (wieder) weiterentwickelt. Zum Teil unter neuen Vorzeichen, unter denen er bleiben soll, was er ist: ein Weltreisender. Mit variablerem Interieur als bisher.

Die technische Basis besteht, erstmals, aus modifizierten und angepassten Komponenten des bekannten MQB-Baukastens. Aluminium-Bauteile, wie etwa an der Vorderachse, helfen mit, das Gewicht zu reduzieren. Trotz Längenwachstums auf 4,975 respektive 5,175 Meter sollen das rund 200 Kilogramm sein (gesamt: ab 1.941 Kilogramm). Ein wenig breiter geworden ist er auch, dafür etwas niedriger, zwecks Optimierung der Aerodynamik. Komplett neu entwickelt wurde das Fahrwerk, spürbar unter anderem an der deutlich freundlicher gefederten Hinterachse.

Motorisch stehen nun Benziner im Zentrum. In der Einstiegsversion mit 136 PS aus einem 1,5-Liter-Turbo. Der sorgt durchaus für Vortrieb, 220 Newtonmeter sind jedoch nicht jene Welt, in der ultraspontaner Antrieb stattfindet. Ergänzt wird das Otto-Aufgebot um eine 204-PS-Version. Dazu kommt, ebenfalls erstmals in der Multivan-Geschichte, ein Plug-in-Hybrid, ein bereits gut bekanntes System: Ein 1,4-Liter-Turbobenziner kooperiert mit einem Elektroaggregat – 218 PS Systemleistung (der eHybrid offeriert 350 Newtonmeter Drehmoment).

Ein Akku mit 10,5 kWh Nettokapazität soll bis zu 50 Kilometer elektrische Reichweite ermöglichen. Ganz ohne Diesel bleibt jedoch auch der neue VW nicht: So ist ein 2,0-Liter-Selbstzünder mit 150 PS in der Preisliste zu finden. An Getrieben werden in der neuen Generation ausschließlich Direktschaltungen zum Einsatz kommen – mit sieben/sechs Stufen (Verbrenner/Hybrid).

Und wie schaut es mit einem Allrad aus? Den wird es vor 2024 nicht für den bis zu siebensitzigen T7 geben. In Entwicklung ist ein elektrisch generiertes System, das mehr können soll als bloßen Zusatzschub an der Hinterachse des nach wie vor Frontgetriebenen zu liefern. Als Überbrückung verweisen die Deutschen auf den T6.1, der vorerst weiterhin und parallel im Programm bleibt. -bkh-