Gute Gebrauchte gesucht. Neue Web-Plattform für Second-Hand-Autos als Verknüpfung zwischen Privatverkäufern und Handel.

Von Beatrix Keckeis-Hiller. Erstellt am 18. März 2020 (02:56)
Fair Car Deal (Bild: Markus Auferbauer aus Eichgraben) versteht sich als die seriöse Fairness-Initiativeim österreichischen Gebraucht-wagenhandel und hilft beiden Seiten.
zVg

Was ist mein Auto wert? Diese Frage beschäftigt jeden, der sein Fahrzeug privat verkaufen will. Eine Reihe von Groß- und Zwischenhändlern stürzt sich bereits auf das Gebrauchtwagengeschäft, denn das Potenzial ist hoch und wachstumsträchtig. 2019 summierten sich die Fahrzeugverkäufe österreichweit auf stolze 872.000 Geschäftsvorgänge. Das ist weit mehr als dop-pelt so viel als der Gesamtmarkt an Neuzulassungen ausweist, das stellt ein wichtiges Geschäftsfeld für den Fachhandel dar. Es geht jedoch derzeit zu gut 50 Prozent an diesem vorbei, damit ein wichtiges Instrument für Ertrag, Kundenbindung, Neukunden und After-Sales-Erträge. Nicht zuletzt fließt ein großer Teil der Gebrauchten ins Ausland ab …

Nun kann das „Loswerden“ eines Second-Hand-Fahrzeugs für einen Privaten kompliziert, zeitintensiv und unsicher sein – Bewertung, Begutachtung, Erlös sind nur einige Elemente. Für die Verknüpfung von privaten und professionellen Ver-/Ankäufern will eine neue Web-Plattform ein Instrument anbieten, um den einen Sicherheit zu bieten und den anderen ein Geschäftsfeld zu sichern. Resultat ist die Web-basierte Plattform der Fair Car Deal GmbH.

„Gebrauchtwagen-Deals können sehr komplex sein, sei es die Preisfindung, sei es die Beurteilung des Fahrzeugzustands. Wir bieten ein einfach zu handhabendes Instrument dafür.“ Markus Auferbauer, Fair Car Deal GmbH

Dafür hat sich Geschäftsführer Markus Auferbauer, unterstützt vom Bundesgremium für den Autohandel, mit dem eta-blierten Fachhandel zusammengetan, mit Denzel-CEO Hansjörg Mayr als Beiratsvorsitzendem. Lizenzpartner sind derzeit Autorola (Online-Remarketing) und Hödlmayr (Transport) sowie Markenhändlerbetriebe als Teilhaber. An Bord sind auch, als Teilhaber, die Firmen Birn-gruber (Krems), Ebner (Brunn am Gebirge), Grünzweig (Mödling) und Schirak (St. Pölten). Über Niederösterreich hinaus ist das Unternehmen zum Start bundesweit flächendeckend aufgestellt, mit rund 80 Standorten und 220 Markenvertretungen.

Ziel ist es, ein umfassendes Verkaufs- und Ankaufsservice zu offerieren. Zentrales Element sind Auktionen, ausgehend von neutralen Bewertungen. Die von Fair Car Deal in Rechnung gestellten Gebühren für Begutachtung, Technik-Checks, Transport und Bereitstellung gehen zu Lasten des Käufers. Ist das Geschäft erledigt, wird der Erlös direkt aufs Konto des Verkäufers überwiesen.