Honda HR-V e:HEV: Glattpoliert & elektrifiziert

Ganz neu gemacht hat Honda den HR-V. Hinter dem Kürzel e:HEV steckt ein Hybridantrieb – mit einer Systemleistung von 131 PS.

Erstellt am 28. Oktober 2021 | 02:17
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4,34 Meter lang und Kofferraumvolumen bis zu 1.305 Liter, Höchstgeschwindigkeit 170 km/h und 5,4 Liter pro 100 Kilometer – das ist der neue HR-V, der ausschließlich elektrifiziert erhältlich ist.
Foto: Honda

Ein Aufreger war der HR-V in der ersten Generation, das Design war damals wohl zu ungewöhnlich. Im zweiten Karriereschritt präsentierte sich der subkompakte Crossover gefälliger und rundlicher. Im neuen Lebensabschnitt ist er glattpoliert, stylish, fast unterkühlt. Am Ex- und am Interieur. Auch die Bordtechnik, von Kombi-instrument bis Infotainment-Touchdisplay, ist in und um ein geradlinig durchgezogenes Armaturenbrett arrangiert.

Was nicht bedeutet, dass man sich am Steuer des neuen Honda fremd fühlt. Die Anordnung der Steuerungselemente – großteils digital, in Details analog – und deren Bedienung ist vertraut. Dazu kommen neue Materialien und feine Ergonomie, nicht zuletzt dank der neu konstruierten Vordersitze. Die sind fest gepolstert und dennoch sehr kommod.

Mit dem neuen HRV treibt Honda die Elektrifizierung weiter voran …“ ALEXA BILLENSTEINER Pressesprecherin Honda Austria

Das sind alles Zutaten für unaufgeregte Fortbewegung. Die auf einem fein ausgeklügelten Antrieb basiert. Die Japaner haben das HR-V-Motorenportfolio auf einen Hybrid reduziert (Zusatzname: e:HEV – Hybrid Electric Vehicle).

Das System stammt aus dem Jazz, arbeitet ebenfalls mit einem 1,5-Liter-Benzinmotor und zwei Elektromotoren sowie mit Direktantrieb. Doch sind Leistung und Batteriegröße ans höhere Gewicht angepasst (ab 1.452 Kilogramm). 131 PS (253 Newtonmeter) liefert das Benziner-Stromer-Terzett.

Antriebshauptrolle spielt, an den Vorderrädern, ein Elektromotor, der andere dient als Generator. Der Verbrenner schaltet sich via Überbrückungskupplung zu, wenn Leistung abgerufen wird. Am Steuer merkt man von den Wechseln zwischen Elektro- und Benzinerantrieb nichts, außer einer Veränderung der Geräuschkulisse. Eine überaus entspannte Fortbewegung, auf Basis eines fein austarierten Fahrwerks, das auch Grobheiten nonchalant wegfedert, samt einer gerade richtig direkt abgestimmten Lenkung. Die Leistung reicht aus.

Es gilt ja nicht, in einem Rennen einen Blumentopf zu holen. Den könnte man auch dann mitnehmen, wenn er etwas höher gewachsen ist. Wie im Jazz ist im HR-V das bekannte Magic-Seat-System an Bord, mit hochklappbaren Fondsitzflächen, was eine praktische Lademulde ergibt.