Nissan Navara 2.3 dCi 4x4 Acenta Doppelkabine. Die Japaner kommen beim Navara ins Schwärmen: „Vielseitig wie ein Schweizer Messer!“ Der Kult-Pick-up im Blitztest – schmutzige Schuhe inklusive.

Von Thomas Vogelleitner. Erstellt am 17. April 2018 (00:19)
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Das Original: Der Navara ist die Basis für den Renault Alaskan und die X-Klasse von Mercedes-Benz – alle drei Pick-ups laufen in Barcelona vom Band.
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Pick-ups sind längst mehr als nur reine Arbeitstiere, auch bei uns gewinnen sie unter Lifestyle-Aspekten immer mehr Freunde. Da muss es dann aber auch schon etwas gepflegteres Pkw-Niveau sein. Nissans Navara geht sogar noch einen Schritt weiter – und spendiert der Hinterachse nicht die segmentty-
pischen Blattfedern, sondern Schraubenfedern.

Nissan Navara Austria Limited Edition.Auf Basis der Ausstattungsversion Acenta hat das Sondermodell weiters: Alu-Winterkompletträder, Anhängevorrichtung, Einparkhilfe hinten und Velours-Fußmatten. Bei der Optik fallen sofort die schwarzen Stripes auf. Unter der Motorhaube: 163 Diesel-PS. Weiters: Allradantrieb und Schaltgetriebe. Der (Brutto-)Preis: 31.770– das bedeutet einen Preisvorteil von satten 8.000.Nissan
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Bärig präsentiert sich der 163 PS starke Diesel. Er liefert bereits knapp über Leerlauf ordentlich Drehmoment, zeigt sich für einen Selbstzünder überraschend drehfreudig.

So gut wie perfekt: Die Geräuschdämmung – das Geräuschniveau im Innenraum ist angenehm. Fein: Der Fahrer hat per Drehknopf die Wahl zwischen Heckantrieb, normalem Allradantrieb und Allradantrieb mit Untersetzung plus Differenzialsperre – funktioniert alles ganz easy. In forsch gefahrenen Kurven gibt sich der Nissan als Hecktriebler (auch dank der Multilink-Hinterradaufhängung) relativ gutmütig. Sollte es doch einmal brenzlig werden: ESP ist auch noch da. Damit kein Missverständnis entsteht: Die Kurvenlage eines Sportwagens hat der Navara natürlich nicht, dafür hat ein Sportwagen nicht die unkaputtbare Performance des Nissans …

Naja: Die Schaltwege fallen recht lang aus, und das Getriebe legt beim Gangwechsel immer wieder eine kurze Gedenksekunde ein. Und: Das Einlegen des Rückwärtsganges erfordert Übung – Gewohnheitssache.

Freizeitorientierte Pick-up-Käufer greifen in der Regel zur Doppelkabine. Deren hintere Bank bietet erstaunlich viel Sitzfläche und ist bequem, die Vordersitze haben einen guten Seitenhalt. Langstreckentauglich!