Die Zeiten haben sich geändert. Vernünftig & bescheiden: Mit 120 PS ist der Jeep Renegade kein Hindernis auf der Straße.

Von Thomas Vogelleitner. Erstellt am 29. Januar 2021 (05:22)
Starker Auftritt: Der Renegade ist ein ebenso hemdsärmeliger wie sympa- thischer Begleiter im rauen Autoalltag.
Jeep

Große Motoren, Allradantrieb, ein Ami durch und durch – das war einmal Jeep. Aber die Zeiten haben sich geändert, Leben ist Veränderung …

Der Renegade ist der erste Jeep, der ausschließlich außerhalb Nordamerikas produziert wird (konkret in Melfi/Italien und in Goiana/Brasilien). Im innersten seines Herzens ist er ein Italo-SUV, ein Fiat 500X (seit geraumer Zeit gehört die Marke Jeep übrigens zum neuen Mega-Autokonzern Stellantis).

Unser Testkandidat hatte unter der Motorhaube einen 120-PS-Dreizylinder – und der Antrieb erfolgte über die Vorderräder. Ja, Sie lesen schon richtig! Wie fährt sich der „Abtrünnige“ damit? Der Frontantrieb stört überhaupt nicht, in Zeiten wie diesen fährt eh fast keiner mehr ins Gelände – und Schnee gibt es in Ostösterreich auch nicht mehr so viel. Beim Motor hatten wir anfangs etwas Bauchweh, aber Entwarnung: Der erste Dreizylinder in einem Jeep macht keine schlechte Figur, er geht überraschend angenehm zur Sache. Ja, ok, Drehzahlen braucht er, um flott voranzukommen; ja, ok, der Dreizylindersound ist unüberhörbar – aber damit kann man unter dem Strich gut leben!