Das Urviech im Gelände feiert sein Comeback. Hartes Gelände oder exklusive City-Boulevards: Der neue Wrangler fühlt sich auf jedem Terrain zuhause.

Von Alexander Seger. Erstellt am 10. Juli 2018 (00:27)
NOEN, Jeep
Der Wrangler wurde vollkommenerneuert und blieb sich dennoch selbst treu (siehe legendäre Geländefähigkeiten, siehe authentisches Jeep-Design) … Nicht schlecht: Die Besitzer eines neuen Wrangler können (in Europa) aus über 180 Original-Zubehörteilen wählen.

Noch nie dagewesener Komfort bei weiterhin unerschütterlicher Geländetauglichkeit: Das zeichnet die vierte Generation des Jeep Wrangler – Kenner sprechen von der Baureihe JL als Nachfolger des derzeit aktuellen JK – aus. Perfekt für Fans der Frischluft: Das neue, elektrisch angetriebene Faltdach reicht fast über die gesamte Dachlänge. Das dreiteilige Hardtop wurde deutlich überarbeitet, leichtere Paneele und ein verbessertes Verriegelungssystem erlauben schnelleres Öffnen und Schließen. Das Premium-Softtop wurde neu entwickelt – wer Ikea-Möbel ohne Anleitung zusammenbauen kann, wird den Umbau in wenigen Minuten schaffen, aber vergeblich nach einer schlauen Möglichkeit suchen, die abgebauten Teile im Auto unterzubringen.

„Der neue Wrangler bewahrt seine Einzigartigkeit und schlägt ein neues Kapitel in der legendären Geschichte der Marke Jeep auf!“ Andreas Blecha, Pressesprecher Jeep Österreich

Neue Tagfahrlichter erzeugen eine charakteristische Lichtperipherie um den Hauptscheinwerfer. LED-Scheinwerfer sind auf Wunsch verfügbar. Das Angebot an Connectivity ist so umfangreich wie noch nie. Aber keine Angst vor zu viel Neuheiten: Einzigartige Stilelemente wie die klappbare Frontscheibe, den Überrollbügel und die abnehmbaren Türen wurden vom Vorgänger übernommen.

Von den runden Hauptscheinwerfern zum Kühlergrill mit sieben Lüftungsöffnungen, von den trapezförmigen Radhäusern zu den sichtbaren Scharnieren für Türen und Hauben bleibt der neue Wrangler auf den ersten Blick als echter Jeep erkennbar, der legendäre CJ-5 aus den 1950er- Jahren lässt weiterhin grüßen. Die Karosserieabmessungen wachsen nur minimal (4,33 bzw. 4,79 Meter lang).

Doch nicht nur in der Karosseriegestaltung ist man der Tradition verpflichtet

Jeder Wrangler trägt das Trail-Rated-Abzeichen für geprüfte 4x4-Fähigkeiten in den Disziplinen Traktion, Wasserdurchfahrt (Wattiefe 760 Millimeter, bei einer Geschwindigkeit von 8 km/h), Manövrierbarkeit, Achsverschränkung und Bodenfreiheit (260 Millimeter). Der Allradantrieb ist bis 72 km/h manuell zuschaltbar. Das Command-Trac-4x4-System – für die Versionen Sport und Sahara – verfügt über ein zweistufiges Verteilergetriebe mit einem Untersetzungsverhältnis von 2,72:1. Der besonders geländegängige Wrangler Rubicon besitzt das ebenfalls zweistufige Rock-Trac-4x4-System mit einem Untersetzungsverhältnis von 4:1. Zur Standardausrüstung beim Rubicon gehören auch die elektrisch bedienbaren Sperrdifferenziale für Vorder- und Hinterachse (Tru-Lock). Außerdem kann ein Hinterachs-differenzial mit begrenztem Schlupf (Trac-Lock) bestellt werden. Dank elektrisch entkoppelbarem Querstabilisator an der Vorderachse werden die Verschränkung im Vergleich zum Vorgänger verbessert und die Federwege verlängert.

Zum Marktstart ist ausschließlich der neue 2.2 Multijet II Turbodiesel mit AdBlue-Abgasreinigung bestellbar. Er leistet 200 PS und 450 Newtonmeter (Verbrauch: 7,4 Liter pro 100 Kilometer). Gegen Jahresende wird der ebenfalls neue 2,0-Liter-Turbobenziner mit 270 PS und 400 Newtonmeter eingeführt. Beide Vierzylinder werden mit einer achtstufigen Wandlerautomatik gekoppelt, ein Handschaltgetriebe ist nicht vorgesehen. Zukunftsmusik ist der für 2020 versprochene Plug-in-Hybrid.

Start & Preis. Anfang Oktober rollt der neue Wrangler in den Ausstattungslinien Sport, Sahara (exklusives Overland-Ausstattungspaket möglich) und Rubicon (jeweils in zwei Radständen mit zwei oder vier Türen) zu den Händlern. Preise? Gibt es derzeit noch nicht.