Jetzt nur mehr Plug-in. Der Mitsubishi Eclipse Cross setzt seine Karriere als Plug-in-Hybrid fort. Gleichzeitig wurde er rundum aufpoliert und auch modernisiert. Erste Ausfahrt!

Von Beatrix Keckeis-Hiller. Erstellt am 26. April 2021 (05:57)
Gestrafft und gestreckt geht der Eclipse Cross aus einer umfassenden Überarbeitung hervor (hier in der neuenMehrschichtlackierung in Diamond Weiß). Das Motorenprogramm wurde reduziert – auf nur mehr einen Antrieb (mit einem Durchschnittsspritverbrauch von 2,0 Litern, laut WLTP).
Mitsubishi, Mitsubishi

Im Sommer 2020 hatte Mitsubishi angekündigt, das Europa-Geschäft demnächst einfrieren zu wollen. Sollte heißen, dass in der Alten Welt keine neuen Modelle mehr angeliefert würden. Doch ganz so ist es nicht! Die Drei-Diamanten-Marke bleibt. Auch mit Weiter- und Neuentwicklungen (neue Derivate auf Renault-Plattformen). In ausgewählten Ländern. Und da gehört Österreich dazu! Erstes Zeugnis dessen ist das umfassend bearbeitete Crossover-Coupé Eclipse Cross.

Am Exterieur handelt es sich um weit mehr als eine Politur. Die Front schimmert und strahlt nun im selbstbewussten Stil des Outlander, samt schmalem, hoch gesetztem Tagfahrlicht und neu gezeichneten Scheinwerfern. Auf dem umproportionierten Rücken entfällt das Lichtband auf der Heckscheibe, das sich ein wenig sichteinschränkend ausgewirkt hatte. Dazu kommen 14 Zentimeter Streckung auf 4,545 Meter, bei gleich gebliebenem Radstand. Es wurden die Überhänge verlängert, vorne um 3,5, hinten um 10,5 Zentimeter. Resultat ist eine stimmigere Silhouette. Dazu kommt eine Vergrößerung des (Basis-)Laderaumvolumens von 359 auf 471 Liter (Maximum: 1.108 Liter).

„Der neue Eclipse Cross startet in Österreich als Plug-in-Hybrid ins Elektrifizierungszeitalter, er profitiert zudem von einem umfangreich überarbeiteten Design …“ Michael Ellies, Pressesprecher Mitsubishi Motors Österreich

Aufgeräumt wurde im Interieur, mit wertigeren Materialien und eleganterem Design. Neu ist ein Acht-Zoll-Infotainment-Screen, das Touchpad auf der Mittelkonsole gehört der Vergangenheit an, die Steuerungen sind auf digitale und analoge Bedienelemente verteilt.

Insgesamt wirkt der Eclipse Cross ranker und straffer.

Im technischen Zentrum der Überarbeitung stand eine Neuordnung des Aggregateprogramms. Es ist reduziert, auf eine einzige Motorisierung. Der erst vor zwei Jahren eingeführte 2,3-Liter-Diesel und der 1,5-Liter-Benziner sind somit passé. Ersetzt wurden die reinen Verbrenner durch einen Plug-in-Hybrid-Antriebsstrang. Der ist ein (modifziertes) Erbstück aus dem größeren Bruder Outlander PHEV. Im Eclipse Cross leistet der 2,2-Liter-Benziner 98 statt 135 PS. Die Leistung der Strommotoren blieb gleich: Vorne sind es 82, hinten 95 PS. Macht eine Gesamtleistung von 188 PS (einen Systemdrehmomentwert gibt Mitsubishi auch hier nicht an).

Gekoppelt ist das System an einen direkten Antrieb. Allradantrieb ist durch die beiden Elektroaggregate gegeben. Das Leergewicht ist vergleichsweise moderat, es macht 1.900 Kilogramm aus. Trotzdem ist der Antrieb auf Sparsamkeit ausgelegt. Für null auf 100 braucht es 10,9 Sekunden. Die elektrische Höchstgeschwindigkeit ist mit 135 km/h limitert. Im Hybridbetrieb sind 162 km/h möglich.

Auf dem Tacho bleibt die Anzeige bei 169 km/h unverrückbar stehen, wie bei einer ersten Testfahrt auf der deutschen Autobahn beobachtet. Bei diesem Tempo übernimmt der Benziner direkte Antriebsaufgaben, während er bei Stadt- und Landstraßengangart vornehmlich als Generator fungiert, damit für Stromerzeugung sorgt. Die Kapazität des Akkus beträgt 13,8 kWh. Damit sollen im Mixbetrieb 47 Kilometer emissionsfreie Reichweite drin sein. Ist der Fahrstrom aufgebraucht, kann in rund vier Stunden wieder zu 100 Prozent nachgeladen sein.

Dieses Gesamtpaket macht das japanische Crossover-Coupé weniger zu einem Sprinter und Sportler – ob- wohl das Fahrwerk sich knackiger anfühlt und die Lenkung direkter wirkt als zuvor – als zu einem höchst ausgeglichenen Gleiter. Der seine Qualitäten anhand ausgewogener Federungsabstimmung und hohem akustischem Komfort ausspielt. Gewinn des auf Wirtschaftlichkeit orientierten Antriebs ist auch, dass keine Normverbrauchsabgabe anfällt.