3er-Fahren im ersten Stock. Was kommt zwischen CX-3 und CX5? Nein, nicht CX-4, sondern CX-30. Mazda bringt mit dem CX-30 eine SUV-Version des 3ers.

Von Franz Farkas. Erstellt am 10. September 2019 (05:52)

Des Rätsels Lösung: CX-4 ist bereits auf dem asiatischen Markt besetzt und man wollte Verwechslungen vermeiden – hören wir. Egal, so oder so hat Mazda einen interessanten (dritten) SUV auf die Räder gestellt. Einen SUV auf Mazda3-Basis.

Der Fünftürer ist mehr als gelungen – ohne Schnickschnack, geradlinig und trotzdem nicht langweilig, mit den typischen Markengenen wie dem markanten Grill und einer flotten Seitenlinie. Inspiriert wurde das Design übrigens von drei wesentlichen Elementen japanischer Kalligrafie: Yohaku, Sori und Utsuroi.

Yohaku steht für die Schönheit des leeren Raumes, Sori bezeichnet gleichmäßige und grazile Pinselstriche, Utsuroi bedeutet das Zusammenspiel von Licht und Schatten. Alles klar?

„Mit dem CX-30 haben wir einen weiteren interessanten SUV im Programm!“ Iris Schmid, Pressesprecherin Mazda Austria

Innen zeigt sich eine qualitativ hohe Verarbeitungsqualität, mit Nähten an den Armaturen und natürlich an den Sitzen, ohne Plastikwüste. Obwohl der CX 30 mit einer Länge von 4,39 Metern kürzer ist als der 3er (Fünftürer 4,46 Meter, Limousine 4,66 Meter) bietet er hinten mehr Platz und logischerweise auch mehr Kopffreiheit (vorne ähnlich so groß wie der CX-5). Das Kofferraumvolumen schafft mindestens 430 Liter, maximal sind 1.406 Liter möglich. Sitzen tut man im CX-30 (Bodenfreiheit 175 Millimeter) höher als im 3er, das ist komfortabel – auch das Ein- und Aussteigen ist angenehm.

Mazda setzt zum Start (jetzt im September) auf zwei Skyactiv-Motoren: einen 1,8-Liter-Turbodiesel mit 116 PS sowie einen 2,0-Liter-Saugerbenziner mit 122 PS (plus Zylinderabschaltung und Mild-Hybrid-System). Im Oktober folgt der dritte Motor, ein Leckerbissen: der Skyactiv-X mit 180 PS. Mit dem Skyactiv-X bringt Mazda den weltweit ersten selbstzündenden Benzinmotor auf den Markt.

Der 2,0-Liter verbindet die Spritzigkeit und Drehfreude eines Benziners mit der Effizienz und der Sparsamkeit eines Diesels. Er soll mit 4,6 Litern auf 100 Kilometern recht wenig verbrauchen. Im Fahrbetrieb geben sich alle drei Triebwerke recht lebendig, gut unterstützt von einem knackig zu schaltenden Getriebe, wahlweise gibt es auch eine Automatik. Ebenfalls im Programm ist ein Allradantrieb, bei dem die Antriebskraft je nach Fahrsituation sensorgesteuert zwischen den vier Rädern aufgeteilt wird.